Totgesagte leben länger. Nach Monaten der Depression, dominiert von endlosen Rechtsstreitigkeiten und einer drückenden Schuldenlast, scheint der Pharmariese Bayer endlich wieder operative Erfolge zu feiern. Überraschend positive Studiendaten und eine aggressive Strategie in Südamerika haben die Stimmung am Markt gedreht. Ist das die lang ersehnte, nachhaltige Wende oder nur ein kurzes Aufbäumen vor dem nächsten Rückschlag?

Analysten wittern riesiges Potenzial

Lange galt der Gerinnungshemmer Asundexian als Sorgenkind der Pipeline, doch nun liefert er den Treibstoff für die jüngste Rallye. Neue Phase-3-Daten zur Schlaganfallprävention sorgten für die große Überraschung und brachten das Vertrauen der Investoren schlagartig zurück. Was gestern noch als Enttäuschung galt, wird heute als "Befreiungsschlag" gefeiert.

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Diese Renaissance bleibt an der Wall Street nicht unbemerkt. Goldman Sachs bestätigte umgehend die Kaufempfehlung und sieht das Kursziel bei 38,50 Euro. Doch es ist nicht nur die Pharma-Sparte, die für Fantasie sorgt:

  • Goldman-Prognose: Das Kursziel impliziert ein Aufwärtspotenzial von über 25 Prozent vom aktuellen Niveau.
  • Agrar-Offensive: In Brasilien, dem weltweit wichtigsten Soja-Markt, führt Bayer mit "Intacta 5+" eine neue Saatgut-Generation ein, um die Marktführerschaft gegen die Konkurrenz abzusichern.
  • Harter Sparkurs: CEO Bill Anderson macht ernst – der Abbau von rund 12.000 Stellen zeigt, dass die Restrukturierung zur Kostensenkung kompromisslos vorangetrieben wird.

Charttechnik: Die Bullen übernehmen

Der Markt honoriert diesen Mix aus Sparpolitik und Innovationskraft eindrucksvoll. Mit einem Schlusskurs von 30,49 Euro am Freitag notiert das Papier in direkter Schlagdistanz zum 52-Wochen-Hoch von 30,83 Euro. Der Abstand beträgt lediglich noch -1,10%.

Zwar nahmen Anleger vor dem Wochenende minimale Gewinne mit (-0,11%), doch der übergeordnete Trend spricht eine deutliche Sprache: Allein in den letzten sieben Tagen legte der Titel um über 10% zu. Seit Jahresbeginn (YTD) verzeichnet die Aktie sogar ein massives Plus von 57,96%.

Kann Bayer die psychologisch wichtige Marke von 30 Euro dauerhaft verteidigen? Die operative Wende scheint eingeleitet, auch wenn die Glyphosat-Risiken in den USA weiterhin wie ein Damoklesschwert über dem Konzern schweben. Für den Moment jedoch dominieren die Käufer das Parkett – getrieben von der Hoffnung, dass die Talsohle endgültig durchschritten ist.

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