Bayer Aktie: Doppelschlag
Bayer geht in die Offensive: Der Pharma- und Agrarchemiekonzern verklagt gleich mehrere mRNA-Impfstoffhersteller wegen Patentverletzungen – und erhält zeitgleich Rückenwind von Barclays. Die britische Investmentbank hebt ihre Einschätzung deutlich an und sieht über 16 Prozent Kurspotenzial. Die Aktie reagiert mit einem Plus von knapp einem Prozent auf 38,47 Euro.
Die wichtigsten Entwicklungen:
- Barclays stuft von "Equal Weight" auf "Overweight" hoch, Kursziel steigt von 30 auf 45 Euro
- Patentklage gegen Pfizer, BioNTech und Moderna wegen mRNA-Technologie eingereicht
- Sevabertinib erhält Breakthrough-Status der FDA für Lungenkrebs-Erstlinientherapie
- Glyphosat-Immunitätsklausel aus US-Haushaltsgesetz gestrichen
Barclays sieht Trendwende
Analyst Charles Pitman-King begründet seine optimistischere Haltung mit drei Faktoren: Der erwarteten Beilegung anhängiger Rechtsstreitigkeiten, steigenden Absatzprognosen für das Nierenmedikament Kerendia und höheren Margen im Agrarbereich CropScience. Das neue Kursziel von 45 Euro liegt deutlich über dem durchschnittlichen Analystenziel von 35,50 Euro.
Offensive gegen Impfstoffhersteller
Bayer macht Patente aus den 1980er-Jahren geltend, die ursprünglich von der Tochter Monsanto für die Pflanzenzüchtung entwickelt wurden. Die Technologie zur Stabilisierung von mRNA soll laut Bayer später von Pfizer, BioNTech und Moderna für ihre Covid-19-Vakzine übernommen worden sein. Der Konzern fordert Schadenersatz, keinen Verkaufsstopp. Eine separate Klage richtet sich gegen Johnson & Johnson wegen eines DNA-basierten Herstellungsverfahrens.
Rückschlag in Washington
Einen Dämpfer gab es aus der US-Politik: Eine von Bayer unterstützte Klausel, die Pestizidherstellern weitreichenden Schutz vor Klagen geboten hätte, wurde aus dem Haushaltsgesetz gestrichen. Die demokratische Abgeordnete Chellie Pingree sprach von "intensivem Lobbying" durch Bayer. Der Konzern hat seit der Monsanto-Übernahme 2018 bereits über 10 Milliarden Dollar an Roundup-Vergleichen gezahlt.
Entscheidende Woche voraus
Am 13. Januar präsentiert Pharma-Vorstand Stefan Oelrich auf der J.P. Morgan Healthcare Conference die Wachstumsstrategie. Noch wichtiger: Der U.S. Supreme Court könnte in dieser Woche entscheiden, ob er den Fall "Durnell v. Monsanto" zur Verhandlung annimmt. Der Solicitor General der US-Regierung hatte im Dezember die Annahme empfohlen – ein positives Signal für Bayer.
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