Bei Bayer rückt neben dem Krieg im Iran und Lieferschwierigkeiten immer wieder ein Thema wieder verstärkt in den Mittelpunkt, das den Konzern seit Jahren begleitet: die juristische Aufarbeitung rund um Glyphosat. Während operative Fortschritte in einzelnen Geschäftsbereichen relativ stabil sind, bleibt die Rechtsunsicherheit der dominierende Faktor für die Bewertung am Kapitalmarkt.

Im Zentrum steht ein Vergleichsrahmen in Höhe von 7,25 Milliarden US-Dollar, der Schadensersatzforderungen über einen Zeitraum von 21 Jahren abdecken soll. Ein US-Richter hat diesem Modell bereits vorläufig zugestimmt. Für Bayer bedeutet dies vor allem eine bessere Planbarkeit der bislang schwer kalkulierbaren Risiken. Und dennoch verweisen Kommentare immer wieder darauf, wenn es darum geht, die Kursentwicklung zu erklären. Denn die Aktie hat die wertvolle Untergrenze bei 40 Euro recht klar unterschritten.

Bayer: Das ist derzeit nicht schnell zu lösen

Diese Entwicklung wirkt sich unmittelbar auf die Wahrnehmung durch Investoren aus. Nachhaltigkeitsratings reagieren sensibel auf rechtliche Unsicherheiten, entsprechend wurde Bayer vor kurzem erstmals mit einem AA-Rating von MSCI bewertet. Auch andere ESG-Einstufungen wurden angepasst, was die Investierbarkeit für institutionelle Anleger verbessert.

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Gleichzeitig bleiben die finanziellen Belastungen erheblich. Im Geschäftsjahr 2025 stieg der währungsbereinigte Umsatz leicht auf 45,57 Milliarden Euro, während das Konzernergebnis durch Sonderaufwendungen auf minus 3,62 Milliarden Euro fiel. Für das laufende Jahr erwartet das Management weiterhin einen negativen freien Cashflow, insbesondere aufgrund geplanter Auszahlungen im Zusammenhang mit den Rechtsstreitigkeiten.

Mit aktuell 37,99 Euro am gestrigen Dienstag bewegt sich die Aktie weiterhin unterhalb der Marke von 40 Euro, die als wichtige Orientierung für die Trendstärke gilt. Es sieht nicht so aus, als seien 40 Euro nun schnell überwunden.

Analysten sehen dennoch ein gewisses Aufwärtspotenzial. Im Konsens wird ein Kursziel von über 44 Euro genannt, während einzelne Häuser wie Oddo BHF ihre Erwartungen zuletzt sogar auf bis zu 55 Euro angehoben haben.

In den kommenden Wochen richten sich die Blicke insbesondere auf mehrere zentrale Termine. Am 24. April steht die Hauptversammlung an, gefolgt von der Anhörung vor dem US Supreme Court am 27. April sowie den Quartalszahlen Mitte Mai. Diese Ereignisse dürften maßgeblich darüber entscheiden, wie sich die rechtliche und finanzielle Situation weiter konkretisiert.

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