BASF Aktie: Wichtige Informationen
BASF meldet operativen Fortschritt in China, während Analysten sich bei der Einschätzung des DAX-Konzerns deutlich widersprechen. Nach dem Kursrückgang am Freitag stellt sich die Frage: Gibt der neue Großstandort in Zhanjiang der Aktie frischen Rückenwind?
China-Projekt als strategischer Hebel
Zum Wochenschluss rutschte die Aktie am Freitag im Xetra-Handel um 3,67 % auf 44,59 Euro ab. Auslöser waren vor allem Sorgen über ein mögliches Überangebot in der Chemiebranche und die anhaltende Schwäche zyklischer Werte.
Am Wochenende folgte jedoch eine wichtige operative Meldung: Der Ingenieursdienstleister Fluor Corporation bestätigte den Abschluss der mechanischen Arbeiten am neuen Verbundstandort Zhanjiang in China. Das Projekt ist die größte Einzelinvestition in der Geschichte von BASF und steht im Zentrum der Asien-Strategie.
Wesentliche Eckpunkte des Projekts:
- Fertigstellung der mechanischen Arbeiten am Verbundstandort Zhanjiang
- Über 75 Millionen Arbeitsstunden ohne meldepflichtige Unfälle
- Zielt auf stärkere Präsenz im chinesischen Chemiemarkt ab
- Langfristige Entlastung gegenüber hohen Energiekosten in Europa
Der Fortschritt in Zhanjiang signalisiert, dass BASF den Ausbau in Asien planmäßig vorantreibt. Strategisch soll der Standort den Zugang zum weltweit größten Chemiemarkt sichern und die Abhängigkeit vom europäischen Standortverbund mit seinen hohen Energiekosten reduzieren.
Analysten weit auseinander
Parallel zum China-Update veröffentlichte eine Reihe von Großbanken neue Einschätzungen. Das Bild ist alles andere als einheitlich.
Auf der positiven Seite:
- Warburg Research stufte die Aktie auf „Buy“ hoch und sieht mit einem Kursziel von 53 Euro rund 19 % Aufwärtspotenzial.
- Die UBS erhöhte ihr Kursziel von 44 auf 48 Euro, bleibt aber bei „Neutral“.
Deutlich skeptischer zeigen sich andere Häuser:
- Barclays senkte das Kursziel auf 40 Euro und votiert mit „Equal Weight“.
- JPMorgan bestätigte „Underweight“.
- Berenberg bleibt mit einem Kursziel von 38 Euro bei „Sell“.
Diese Spanne von 38 bis 53 Euro unterstreicht, wie unterschiedlich die Aussichten des Chemiekonzerns eingeschätzt werden. Einig sind sich die Häuser darin, dass die weitere Entwicklung stark an die konjunkturelle Erholung in China und Europa gekoppelt ist.
Einen kleinen Stimmungsindikator liefert der US-Markt: Berichte vom 17. Januar zufolge sind die Leerverkaufspositionen in den BASF-ADRs zum Jahreswechsel um rund 27 % gesunken. Das spricht dafür, dass einige institutionelle Investoren ihre Wetten auf fallende Kurse etwas zurückgenommen haben.
Marktumfeld und Kennzahlen im Blick
Der Rückgang am Freitag passt in das Bild einer allgemeinen Schwäche zyklischer Branchenwerte. Auch andere Industriekonzerne wie BMW oder Porsche standen unter Druck. BASF bewegt sich damit weiterhin in einer breiten Handelsspanne der vergangenen zwölf Monate.
Aus den aktuellen Kursdaten lässt sich folgendes Bild ableiten:
- Schlusskurs Freitag: 44,59 Euro
- Abstand zum 52‑Wochen-Hoch (53,98 Euro): rund -17 %
- Abstand zum 52‑Wochen-Tief (39,76 Euro): gut +12 %
- Seit Jahresanfang liegt die Performance mit -0,42 % leicht im Minus
- Der Kurs notiert nahezu auf Höhe des 50‑Tage-Durchschnitts (44,69 Euro)
- Leichter Aufschlag von rund 1,8 % auf den 200‑Tage-Durchschnitt (43,80 Euro)
- RSI (14 Tage) bei 42,3 – kein Extrembereich
Damit steckt die Aktie charttechnisch in einer neutrales Übergangsphase: Weder deutlich überkauft noch klar überverkauft, aber mit sichtbarem Abstand zum jüngsten Hoch.
Technische Marken und kurzfristiger Ausblick
Kurzfristig richten sich die Blicke auf einige zentrale Unterstützungs- und Widerstandsbereiche. Nach dem Rückgang zum Wochenschluss spielt die Zone um 44,50 Euro eine wichtige Rolle als erste Unterstützung. Hält dieser Bereich, könnte sich der Titel stabilisieren und in Richtung 46,50 Euro laufen, wo der nächste markante Widerstand wartet.
Relevante Marken im Überblick:
- Unterstützung: Bereich um 44,50 Euro
- Weitere Unterstützung: Zone um 42 Euro bei anhaltendem Druck
- Widerstand: Region um 46,50 Euro
- Langfristige Orientierung: 200‑Tage-Durchschnitt bei 43,80 Euro
Die zentrale Frage der neuen Woche lautet damit, ob der bestätigte Projektfortschritt in Zhanjiang ausreicht, um den Verkaufsdruck vom Freitag aufzufangen. Spätestens mit den anstehenden Quartalszahlen im Februar wird der Markt konkrete Angaben zum Hochlauf des China-Standorts und dessen Beitrag zu Umsatz und Ergebnis einfordern – diese Daten dürften entscheidend dafür sein, ob sich die aktuell sehr unterschiedlichen Analystenerwartungen eher in die optimistische oder die vorsichtige Richtung auflösen.
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