BASF Aktie: Sorgenfalten?
BASF zieht die Zügel deutlich straffer. Der Konzern erhöht sein jährliches Einsparziel bis Ende 2026 auf 2,3 Milliarden Euro und dämpft gleichzeitig die Erwartungen für 2026. Das Spannungsfeld: Trotz Deckungslücke im freien Cashflow soll die Dividende stabil bleiben.
Kosten runter, Investitionen auch
Das neue Sparziel von 2,3 Milliarden Euro pro Jahr ist eine klare Verschärfung gegenüber den bisherigen 1,6 Milliarden Euro. Ein zentraler Hebel bleibt der Stellenabbau: Seit Ende 2023 strich BASF bereits 4.800 Jobs, weitere Kürzungen in Verwaltung und IT sind geplant. Zusätzlich verlagert der Konzern Funktionen nach Indien und Malaysia.
Parallel bremst BASF die Investitionen. Für 2026 bis 2029 sinken die geplanten Sachinvestitionen um 20% auf 13 Milliarden Euro. In dieses Bild passt auch der geplante Digital Hub in Hyderabad, der im ersten Quartal 2026 starten soll und das Hub-Netzwerk ergänzen wird.
Vorsichtige Prognose – Dividende bleibt trotzdem
Für 2026 stellt BASF beim EBITDA vor Sondereinflüssen 6,2 bis 7,0 Milliarden Euro in Aussicht. Der Mittelwert liegt laut Vorlage unter den Markterwartungen. Vorstandschef Markus Kamieth rechnet kurzfristig weder mit einer spürbaren Konjunkturerholung noch mit einer Entspannung geopolitischer Spannungen.
Besonders heikel bleibt der Blick auf den Cashflow. Für 2026 erwartet BASF einen Free Cashflow von 1,5 bis 2,3 Milliarden Euro, nachdem 2025 nur 1,34 Milliarden Euro erreicht wurden. Damit war die Dividende von 2,25 Euro je Aktie im Vorjahr nicht vollständig gedeckt – und trotzdem hält BASF an einer stabilen Ausschüttung von 2,25 Euro je Aktie (rund 2 Milliarden Euro) fest. Die nächste Dividende wird am 6. Mai 2026 gezahlt, Ex-Tag ist der 4. Mai 2026.
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Portfolio-Umbau und Aktienrückkauf als zweite Spur
Neben dem Sparprogramm treibt BASF den Portfolioumbau voran: Der Verkauf des Geschäfts mit optischen Aufhellern an Catexel wurde Ende Februar 2026 abgeschlossen. Der Verkauf der Lacksparte soll im zweiten Quartal 2026 folgen. Außerdem bereitet BASF die Agrarsparte für einen möglichen Börsengang bis 2027 vor.
Gleichzeitig läuft ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 1,5 Milliarden Euro bis Ende Juni 2026. Seit Start im November 2025 wurden bereits 14 Millionen Aktien zurückgekauft.
Am Markt blieb die Lage zuletzt angespannt: Der Schlusskurs am Freitag lag bei 45,24 Euro, innerhalb von sieben Tagen steht ein Minus von 6,82% zu Buche. Der Kurs notiert zudem unter dem 50-Tage-Durchschnitt (46,96 Euro) – ein Zeichen dafür, dass die jüngste Dynamik eher abwärts gerichtet war.
Unterm Strich versucht BASF, mit schärferen Einschnitten und einem aufgeräumteren Portfolio gegen ein schwieriges Umfeld anzusteuern – und zahlt die Dividende trotz Cashflow-Lücke weiter aus. Konkreter nächster Fixpunkt ist die Hauptversammlung am 30. April 2026, bei der Restrukturierung und der vorbereitete Agrar-IPO voraussichtlich im Zentrum der Debatte stehen.
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