BASF Aktie: Sparziel massiv erhöht
Der Ludwigshafener Chemiekonzern verschärft seinen Sparkurs drastisch. Statt 1,6 Milliarden Euro sollen nun jährlich 2,3 Milliarden Euro eingespart werden – bis Ende 2026. Der Grund: BASF erwartet für das laufende Jahr keine Erholung und bleibt mit seiner Prognose unter den Markterwartungen.
Schwaches Jahr 2025 und gedämpfter Ausblick
Das Geschäftsjahr 2025 verlief enttäuschend. Das EBITDA vor Sondereinflüssen sank um 9,5 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro, das bereinigte EBIT brach sogar um 18,1 Prozent ein. Der Umsatz fiel auf knapp 60 Milliarden Euro.
Für 2026 stellt Vorstandschef Markus Kamieth eine EBITDA-Bandbreite von 6,2 bis 7,0 Milliarden Euro in Aussicht. Der Mittelwert liegt unter den Erwartungen vieler Analysten. Eine konjunkturelle Belebung oder Entspannung geopolitischer Spannungen erwartet das Management nicht.
Problematisch bleibt die Cashflow-Situation: Mit 1,5 bis 2,3 Milliarden Euro kalkuliert BASF beim Free Cashflow. 2025 lag dieser bei lediglich 1,34 Milliarden Euro – und deckte die Dividende von 2,25 Euro je Aktie nicht vollständig ab.
Personalabbau und Investitionsstopp
Die Antwort auf die angespannte Lage fällt rigoros aus. Seit Ende 2023 wurden bereits 4.800 Stellen gestrichen, weitere Kürzungen in Verwaltung und IT folgen. Zudem verlagert der Konzern Funktionen nach Indien und Malaysia.
Bei den Sachinvestitionen tritt BASF deutlich auf die Bremse. Für die Jahre 2026 bis 2029 werden die geplanten Ausgaben um 20 Prozent auf 13 Milliarden Euro gekürzt.
Portfolio-Umbau läuft parallel
Der Konzern trennt sich gezielt von Geschäftsbereichen. Der Verkauf des Geschäfts mit optischen Aufhellern an Catexel wurde Ende Februar abgeschlossen. Die Lacksparte soll im zweiten Quartal 2026 verkauft werden, die Agrarsparte wird für einen möglichen Börsengang bis 2027 vorbereitet.
Gleichzeitig kauft BASF eigene Aktien zurück. Das Programm über bis zu 1,5 Milliarden Euro läuft bis Ende Juni 2026. Seit Start im November 2025 wurden bereits 14 Millionen Aktien zurückgekauft. Allein in der letzten Februarwoche waren es rund 673.000 Stück.
China-Engagement mit gemischten Signalen
Der neue Verbundstandort in Zhanjiang gilt als strategisches Großprojekt. BASF meldete, die wichtigsten Anlagen erfolgreich in Betrieb genommen zu haben. Doch fallende Preise und Überkapazitäten auf dem chinesischen Markt bleiben herausfordernd.
Die Analystenmeinungen gehen auseinander: Berenberg hob Anfang März von "Sell" auf "Hold" hoch, J.P. Morgan bleibt bei "Sell", Goldman Sachs vergibt ein "Buy"-Rating. Am 30. April 2026 steht die Hauptversammlung in Mannheim an, bei der vor allem der Fortschritt beim Sparprogramm im Fokus stehen dürfte.
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