Ende April entscheidet sich die zukünftige Konzernstruktur des weltgrößten Chemieunternehmens. Wenn die Aktionäre auf der Hauptversammlung am 30. April zustimmen, beginnt die formelle Vorbereitung für den Börsengang der milliardenschweren Agrarsparte. Damit treibt das Management die Ausgliederung des rentablen Geschäftsbereichs in eine eigenständige europäische Gesellschaft voran.

Fahrplan für das Agricultural-Solutions-Geschäft

Geplant ist ein Listing der Agricultural-Solutions-Sparte an der Frankfurter Wertpapierbörse bis spätestens 2027. Das Segment, das 2024 einen Umsatz von 9,8 Milliarden Euro verzeichnete, soll künftig als unabhängiges Agrochemieunternehmen agieren. Der Mutterkonzern bleibt dabei Mehrheitsaktionär und profitiert weiterhin von den Erträgen. Um die operative Eigenständigkeit zu gewährleisten, läuft aktuell die Ausgliederung in separate Rechtseinheiten inklusive der Umstellung auf ein branchenspezifisches IT-System. Dieser Prozess soll bis Anfang 2027 weltweit abgeschlossen sein.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BASF?

Skepsis bei den Analysten

Parallel zur Umstrukturierung verschärft der Vorstand den Sparkurs. Bis Ende 2026 sollen die jährlichen Kosten nun um 2,3 Milliarden Euro sinken, anstatt der ursprünglich angepeilten 2,1 Milliarden Euro. Jedoch reagieren Marktbeobachter zurückhaltend auf die mittelfristigen Aussichten. Die Prognose für das operative Ergebnis (EBITDA vor Sondereinflüssen) für 2026 liegt mit maximal 7,0 Milliarden Euro knapp unter den durchschnittlichen Erwartungen der Analysten.

Entsprechend vorsichtig fallen die aktuellen Bewertungen aus: J.P. Morgan rät mit einem Kursziel von 36 Euro weiterhin zum Untergewichten, da klare Belege für eine unmittelbare Gewinnwende fehlen. Die UBS senkte ihr Ziel leicht auf 47 Euro und verweist auf anhaltende Überkapazitäten im Chemiesektor. Diese gedämpfte Grundstimmung spiegelt sich in der Kursentwicklung wider. Auf Sicht von zwölf Monaten verzeichnet das Papier ein Minus von 10,54 Prozent und ging am Freitag bei 45,34 Euro aus dem Handel.

Ausschüttungen als Stabilitätsanker

Als Ausgleich für das schwierige Marktumfeld setzt das Management auf planbare Kapitalrückflüsse. Zwischen 2025 und 2028 fließen mindestens 12 Milliarden Euro über Dividenden und Aktienrückkäufe an die Anteilseigner zurück. Die Basis bildet eine jährliche Mindestdividende von 2,25 Euro je Papier. Zusammen mit dem bereits laufenden Aktienrückkaufprogramm über 1,5 Milliarden Euro, das noch bis Ende Juni 2026 andauert, schafft der Konzern somit eine finanzielle Unterstützung für den Aktienkurs, während die strukturelle Neuausrichtung in die entscheidende Phase geht.

BASF-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BASF-Analyse vom 22. März liefert die Antwort:

Die neusten BASF-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BASF-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

BASF: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...