Der Chemieriese wehrt sich gegen den anhaltenden Kostendruck. Mit drastischen Preisanhebungen von bis zu 30 Prozent in ausgewählten Segmenten und gezielten Portfoliobereinigungen reagiert das Management auf die volatile Marktlage. Während diese Maßnahmen operativ zügig greifen sollen, offenbart ein Blick auf die jüngsten Analystenkommentare eine tiefe Zerrissenheit über den künftigen Kursverlauf.

Umbau und Preisanpassungen

Um steigenden Energie-, Logistik- und Rohstoffkosten entgegenzuwirken, zieht der Konzern in Europa die Preisschraube deutlich an. Bei Produkten für die Bereiche Home Care und Industriereinigung steigen die Tarife um bis zu 30 Prozent. Auch Einzelchemikalien wie Ameisensäure verteuern sich spürbar. Flankiert wird diese Offensive von einer weiteren Schärfung des Portfolios: Nach dem Verkauf des Geschäfts mit optischen Aufhellern trennt sich das Unternehmen nun auch von seinem Aseptrol-Technologieportfolio.

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Parallel dazu verschärft das Management den internen Sparkurs. Das Ziel für Kosteneinsparungen bis Ende 2026 wurde von 2,1 auf 2,3 Milliarden Euro angehoben. Unterstützt wird der Titel zudem durch ein laufendes Aktienrückkaufprogramm sowie eine stabile Dividende von 2,25 Euro. Am Markt sorgte das zuletzt für eine leichte Erholung: Heute verzeichnet das Papier ein Plus von 3,90 Prozent auf 47,11 Euro und erobert damit die wichtige 100-Tage-Linie bei 45,80 Euro zurück.

Analysten extrem gespalten

Trotz der eingeleiteten Gegenmaßnahmen bleibt die Wall Street in ihrer Bewertung uneins. Die enorme Spanne der Kursziele spiegelt die Unsicherheit über den exakten Zeitpunkt einer Erholung im Chemiezyklus wider:

  • J.P. Morgan: Einstufung auf "Underweight" mit einem Kursziel von 36 Euro aufgrund fehlender Belege für eine baldige Ergebniserholung.
  • Analystenkonsens: Mittleres Kursziel von 49,52 Euro laut unternehmenseigener Schätzungsseite.
  • Goldman Sachs: Einstufung auf "Buy" mit einem Kursziel von 62 Euro unter Verweis auf strukturelle Kostenhebel und langfristiges Erholungspotenzial.

Die Tragfähigkeit der neuen Preisstruktur wird zeitnah auf den Prüfstand gestellt. Am 30. April 2026 präsentiert der Konzern die Zahlen für das erste Quartal und hält zeitgleich die Hauptversammlung ab. Diese Daten werden belegen, inwieweit die Kunden die massiven Aufschläge ohne signifikante Volumenverluste mittragen.

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