Solide Gewinne, ein üppiges Aktienrückkaufprogramm und ein optimistischer Ausblick — auf den ersten Blick liefert Kingfisher heute einen überzeugenden Jahresbericht. Doch wer genauer hinschaut, findet einen wachsenden Schwachpunkt, der die Gesamtperformance zunehmend belastet.

UK zieht, Frankreich bremst

Die britischen Sparten B&Q und Screwfix stemmten den Löwenanteil des Wachstums. Beide steigerten ihren Umsatz um rund vier Prozent, das kombinierte Einzelhandelsergebnis für UK und Irland kletterte auf 575 Millionen Pfund. Bereinigt um eine einmalige Erstattung von Gewerbesteuern aus dem Vorjahr (33 Millionen Pfund) fällt das Plus zwar etwas nüchterner aus — bleibt aber respektabel.

Frankreich hingegen, das rund 30 Prozent des Konzernumsatzes ausmacht, steht unter Druck. Der dortige Heimwerkmarkt schrumpfte im abgelaufenen Geschäftsjahr um etwa drei Prozent. Castorama France erzielte eine Einzelhandelsmarge von lediglich 2,5 Prozent — meilenweit entfernt vom mittelfristigen Ziel zwischen fünf und sieben Prozent. Kingfisher musste auf die Sparte einen Goodwill-Abschreiber von 73 Millionen Pfund verbuchen. Hinzu kommt eine Abschreibung des türkischen Gemeinschaftsunternehmens Koçtaş auf null (19 Millionen Pfund) sowie ein Verlust von 31 Millionen Pfund aus dem Verkauf des rumänischen Geschäfts.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Kingfisher?

Rückkauf und Ausblick als Kaufargument

Abseits der Belastungen setzt Kingfisher klare Signale an die Aktionäre. Ein neues Aktienrückkaufprogramm über 300 Millionen Pfund wurde angekündigt — das vierte seit September 2021, womit sich das Gesamtvolumen auf 1,2 Milliarden Pfund summiert. Die Dividende bleibt mit 12,40 Pence je Aktie stabil.

Der bereinigte Vorsteuergewinn stieg um sechs Prozent auf 560 Millionen Pfund, das bereinigte Ergebnis je Aktie legte um 14,9 Prozent auf 23,8 Pence zu. Für das laufende Geschäftsjahr 2026/27 peilt das Management einen bereinigten Vorsteuergewinn zwischen 565 und 625 Millionen Pfund an — die obere Grenze läge damit spürbar über dem aktuellen Niveau. Der freie Cashflow soll zwischen 450 und 510 Millionen Pfund liegen.

Erfreulich auch: Der Onlineanteil am Gesamtumsatz erreichte 21 Prozent (2,74 Milliarden Pfund), das Fachhandelsgeschäft wuchs auf 3,89 Milliarden Pfund. Die Bruttomarge verbesserte sich um 80 Basispunkte auf 38,1 Prozent, die Nettoverschuldung im Verhältnis zum bereinigten EBITDA sank von 1,6 auf 1,4.

An der Börse kam der Mix aus soliden Zahlen und Kapitalrückgaben gut an. Die Aktie notierte zuletzt bei rund 295 Pence — ein Plus von gut zwei Prozent. Ob Frankreich den Aufschwung weiter dämpft oder sich der Markt dort erholt, bleibt die entscheidende Variable für die kommenden Quartale.

Kingfisher-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Kingfisher-Analyse vom 24. März liefert die Antwort:

Die neusten Kingfisher-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Kingfisher-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Kingfisher: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...