Der Chemiekonzern meldet Vollzug bei seinem wichtigsten Zukunftsprojekt in Asien, doch die Börse reagiert verhalten. Während die Inbetriebnahme des neuen Steamcrackers in China die langfristige Strategie untermauert, sorgt eine aktuelle Analyse der UBS für gemischte Gefühle. Anleger stehen vor der Wahl: Fokus auf operatives Wachstum oder Sorge um kurzfristige Erträge?

  • Analysten-Votum: UBS erhöht Kursziel auf 48 Euro, warnt aber vor Gewinndruck.
  • China-Expansion: Neuer Steamcracker in Zhanjiang erfolgreich am Netz.
  • Aktienrückkauf: Über 9,4 Millionen Aktien seit November eingezogen.

UBS sieht Licht und Schatten

Zum Wochenstart prägt eine neue Einschätzung der Schweizer Großbank UBS das Sentiment. Die Analysten hoben das Kursziel zwar moderat von 45 auf 48 Euro an, beließen die Einstufung jedoch auf „Neutral“. Diese Zurückhaltung begründen die Experten mit einem Dilemma: Einerseits profitiert der Konzern von einer gesunkenen Verschuldung und günstigen Vergleichsbewertungen im Sektor. Andererseits sehen die Analysten Risiken für die operative Gewinnentwicklung im Jahr 2025, die unter den eigenen Zielen des Managements liegen könnte.

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Diese Ambivalenz spiegelt sich im gesamten Markt wider. Die Spanne der Erwartungen ist extrem weit gefasst: Während Warburg Research zuletzt Kursziele bis 53 Euro ausrief, sieht das Bankhaus Berenberg das Papier bei lediglich 38 Euro fair bewertet.

Meilenstein in Asien erreicht

Operativ schafft BASF hingegen Fakten. Am Standort Zhanjiang in China wurde Anfang Januar der neue Steamcracker in Betrieb genommen. Die Anlage gilt als Herzstück der größten Einzelinvestition der Unternehmensgeschichte und liefert die notwendigen Grundstoffe für die weitere Expansion vor Ort. Technologisch setzt der Konzern dabei Akzente: Die Hauptkompressoren werden erstmals weltweit vollständig mit Strom aus erneuerbaren Quellen betrieben, was die CO2-Bilanz der Produktion verbessern soll.

Unterstützung durch Rückkäufe

Trotz der strategischen Fortschritte notiert das Papier aktuell bei 44,64 Euro und damit nahezu unverändert auf dem Niveau des 50-Tage-Durchschnitts (44,52 Euro). Dass der Kurs in diesem unsicheren Marktumfeld nicht stärker nachgibt, dürfte auch am laufenden Aktienrückkaufprogramm liegen. Wie BASF mitteilte, wurden seit November 2025 bereits 9.418.780 eigene Anteile erworben. Diese konstante Nachfrage fungiert als technischer Stabilisator.

Die Diskrepanz zwischen langfristiger Strategie und kurzfristigen Gewinnsorgen dürfte sich erst mit harten Fakten auflösen. Der entscheidende Termin für Anleger ist der 27. Februar 2026. Dann wird der Konzern seine detaillierten Geschäftszahlen für das vierte Quartal vorlegen und zeigen müssen, ob die operativen Erfolge die konjunkturellen Belastungen kompensieren können.

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