BASF Aktie: Neuer Gegenwind?
Der Chemiekonzern meldet einen historischen technologischen Durchbruch am neuen Standort in China, doch an der Börse verpufft die Nachricht weitgehend. Eine Verkaufsempfehlung der Berenberg Bank drückte zur Wochenmitte auf die Stimmung und überschattet den operativen Erfolg. Während die Ingenieure feiern, reagieren Anleger skeptisch auf die Diskrepanz zwischen langfristiger Strategie und kurzfristiger Bewertung.
- Aktueller Kurs: 44,24 €
- 52-Wochen-Hoch: 53,98 €
- Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt: -0,46%
Die operative Stärke tritt derzeit hinter die Bewertungssorgen zurück. Analysten der Berenberg Bank stuften das Papier am Mittwoch auf "Sell" herab. Dieser Schritt belastete den Kurs spürbar und sorgte dafür, dass die Aktie die wichtige Marke von 44 Euro testet. Der Kapitalmarkt gewichtet die zyklischen Risiken und die hohen Investitionskosten aktuell offenbar schwerer als die langfristigen Wachstumsaussichten in Asien.
Technologie-Premiere in China
Dabei meldete BASF operativ Vollzug: Am Verbundstandort Zhanjiang in der Provinz Guangdong nahm das Unternehmen einen neuartigen Steamcracker planmäßig in Betrieb. Das Besondere ist die Antriebstechnik: Als weltweit erste Anlage dieser Art werden die Hauptkompressoren vollständig mit Strom aus erneuerbaren Quellen betrieben anstatt mit fossilen Dampfturbinen.
Mit einer Jahreskapazität von einer Million Tonnen Ethylen zementiert Zhanjiang seinen Status als drittgrößter Standort des Konzerns nach Ludwigshafen und Antwerpen. Neben dem Cracker fuhren auch nachgelagerte Anlagen für Ethylenoxid und Polyethylen die Produktion hoch. Das Investitionsvolumen von bis zu zehn Milliarden Euro unterstreicht die Wette auf den chinesischen Markt als Ausgleich zum schwächelnden Europageschäft.
Charttechnische Entscheidung steht an
Trotz der strategischen Relevanz kämpft die Aktie um die Bodenbildung. Mit einem aktuellen Kurs von 44,24 Euro notiert das Papier minimal unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 44,44 Euro. Diese technische Hürde wirkt kurzfristig als Widerstand. Gelingt hier keine schnelle Rückeroberung, könnte der Druck der "Sell"-Bewertung weitere Verkäufe auslösen.
Für Anleger verlagert sich der Fokus nun auf die kommenden Quartalszahlen. BASF muss beweisen, dass der technische Hochlauf in China auch ökonomisch trägt und die Margen trotz des kompetitiven Umfelds stützen kann. Erst konkrete Gewinnbeiträge aus Zhanjiang dürften die fundamentale Skepsis der Analysten nachhaltig entkräften.
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