BASF Aktie: Herber Rückschlag zum Jahresende
Der Chemiekonzern aus Ludwigshafen hat die eigenen Erwartungen für 2025 verfehlt. Das operative Ergebnis (Ebitda) erreichte nur 6,6 Milliarden Euro – und damit nicht einmal das untere Ende der prognostizierten Spanne von 6,7 bis 7,1 Milliarden Euro. Analysten hatten mit mindestens 6,7 Milliarden gerechnet. Die Aktie reagierte prompt und rutschte am Freitag um 1,8 Prozent auf 45,68 Euro ab.
Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen spürbaren Rückgang. 2024 hatte der operative Gewinn noch bei 7,2 Milliarden Euro gelegen. Als Hauptgründe nennt der Konzern niedrigere Margen und negative Währungseffekte. Auch der Umsatz ging zurück – von 61,4 Milliarden Euro auf 59,7 Milliarden Euro.
Verkaufte Mengen steigen – doch der Preis drückt
Ein zwiespältiges Bild zeichnen die Mengenzahlen. Die verkauften Volumina stiegen zwar leicht an, doch sinkende Verkaufspreise überwogen diesen positiven Effekt deutlich. Zusammen mit den Währungsverlusten reichte das nicht aus, um die Profitabilität zu stabilisieren.
JPMorgan-Analyst Chetan Udeshi rechnet nun mit weiteren deutlichen Anpassungen der Marktschätzungen nach unten. Die Enttäuschung wiegt umso schwerer, als der Konzern selbst zuletzt nur noch auf ein Erreichen des unteren Endes der Prognose gehofft hatte.
Ein Lichtblick beim Cashflow
Positiv überrascht hat dagegen der freie Mittelzufluss. Mit 1,3 Milliarden Euro übertraf der Free Cashflow sowohl die Konzernprognose als auch die Analystenerwartungen. Im Vorjahr waren es lediglich 700 Millionen Euro gewesen. Verantwortlich für diese Verbesserung waren vor allem niedrigere Ausgaben für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.
Bereits Ende Oktober hatte Konzernchef Markus Kamieth eine drastische Kürzung der Investitionen angekündigt. Selbst der Wachstumsmarkt China bleibt davon nicht verschont. Für den neuen Verbundstandort in Zhanjiang sind nun noch 8,7 Milliarden Euro eingeplant – 1,3 Milliarden weniger als ursprünglich vorgesehen.
Sondereffekte polieren Nettogewinn auf
Unter dem Strich verbesserte sich das Ergebnis dennoch. Der auf die Aktionäre entfallende Gewinn stieg von 1,3 auf 1,6 Milliarden Euro. Dies lag allerdings nicht am operativen Geschäft, sondern an positiven Sondereffekten. Der höhere Ergebnisbeitrag der Beteiligung am Ölkonzern Wintershall Dea und ein Sonderertrag aus dem Verkauf des Bautenanstrichmittelgeschäfts an Sherwin-Williams glichen höhere Umbaukosten mehr als aus.
Die Frage bleibt: Wie lange können Sondereffekte die operative Schwäche noch kaschieren?
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