Vorläufige Zahlen für 2025 sorgen für Unruhe: Der Chemiekonzern hat seine eigene Ergebnisprognose gerissen und enttäuscht beim operativen Geschäft auf ganzer Linie. Doch im Detail verbirgt sich eine massive positive Überraschung beim Cashflow, die einen tieferen Absturz verhinderte und Dividendenjäger aufhorchen lässt. Wie passt die operative Schwäche zur plötzlichen Finanzstärke?

  • EBITDA (bereinigt): 6,6 Mrd. Euro (unter Zielkorridor von 6,7–7,1 Mrd. Euro).
  • Umsatz: Rückgang um ca. 3 % auf 59,7 Mrd. Euro.
  • Free Cashflow: Sprung auf 1,3 Mrd. Euro (Konsens: 0,6 Mrd. Euro).
  • Nettoergebnis: Anstieg auf 1,6 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,3 Mrd. Euro).

Operative Lücke belastet

Die Reaktion am Markt fiel zunächst negativ aus, da BASF im Kerngeschäft offensichtlich Probleme hat. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) vor Sondereinflüssen verfehlte mit 6,6 Milliarden Euro nicht nur die Analystenschätzungen, sondern rutschte auch unter die eigene Prognoseuntergrenze. Verantwortlich hierfür sind laut Management vor allem der anhaltende Preisdruck und gesunkene Margen, flankiert von negativen Währungseffekten.

Analysten reagierten prompt auf diese Diskrepanz. Die DZ Bank senkte ihr Votum auf "Halten" und bezeichnete den Jahresstart als ernüchternd. Auch JPMorgan ("Underweight") warnt vor sinkenden Gewinnschätzungen für 2026, da die fundamentale Ertragskraft schwächelt.

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Überraschung in der Bilanz

Dass die Aktie den Handelstag dennoch bei 46,10 Euro beenden konnte und damit die psychologisch wichtige 45-Euro-Marke verteidigte, liegt an der unerwartet hohen Barmittelgenerierung. Der Free Cashflow verdoppelte sich fast gegenüber dem Vorjahr und übertraf die Markterwartungen um mehr als das Doppelte.

Diese Diskrepanz zwischen operativer Schwäche und finanziellem Zufluss erklärt sich unter anderem durch reduzierte Investitionsausgaben, etwa am chinesischen Standort Zhanjiang. Für Analysten von Bernstein Research und Warburg ist dies das entscheidende Signal: Der starke Cashflow stützt die Dividendenfähigkeit des Konzerns, was für viele Investoren das zentrale Argument für ein Engagement bei BASF bleibt.

Charttechnik und Ausblick

Trotz des Rücksetzers am Freitag behauptet sich das Papier im laufenden Jahr mit einem Plus von 2,95 %. Der Kurs notiert aktuell leicht über dem 50-Tage-Durchschnitt von 44,91 Euro, was technisch als Stabilisierungszone gewertet werden kann. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von knapp 54 Euro bleibt mit rund 15 Prozent jedoch beträchtlich.

Die endgültige Richtung wird sich am 27. Februar 2026 entscheiden. Dann legt BASF den detaillierten Geschäftsbericht vor. Anleger erwarten hier nicht nur die Bestätigung der Dividende, sondern vor allem einen konkreten Ausblick auf das Jahr 2026, der klären muss, ob die Margenschwäche ein dauerhaftes Problem darstellt.

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