BASF Aktie: Gegenwärtige Gegebenheiten
BASF überrascht mit vorgezogenen Jahreszahlen – und sorgt für gemischte Reaktionen. Der Chemiekonzern verfehlte am Donnerstagabend die eigene Ergebnisprognose, lieferte beim Cashflow aber eine deutliche positive Überraschung. Die Aktie reagierte nachbörslich mit Abschlägen von rund 2 %, nachdem sie im regulären Xetra-Handel noch 2,58 % zugelegt hatte.
Die wichtigsten Fakten im Überblick:
- Umsatz 2025: 59,7 Mrd. Euro (Vorjahr: 61,4 Mrd. Euro)
- EBITDA vor Sondereinflüssen: 6,6 Mrd. Euro – unter der Prognosebandbreite von 6,7–7,1 Mrd. Euro
- Free Cashflow: 1,3 Mrd. Euro – mehr als doppelt so hoch wie erwartet (Konsens: 0,6 Mrd. Euro)
- CAPEX-Kürzung für Zhanjiang-Standort: 1,3 Mrd. Euro eingespart
Operative Schwäche belastet das Ergebnis
Das bereinigte EBITDA von 6,6 Milliarden Euro liegt nicht nur unter der eigenen Prognose, sondern auch unter dem Vorjahreswert von 7,2 Milliarden Euro. Analysten hatten mit 6,7 Milliarden Euro gerechnet. Noch deutlicher fiel die Enttäuschung beim EBIT aus: Mit 1,6 Milliarden Euro verfehlte BASF die Markterwartung von 2,2 Milliarden Euro klar.
Verantwortlich dafür sind Sonderbelastungen von 1,3 Milliarden Euro, die vor allem auf beschleunigte Restrukturierungsmaßnahmen zurückgehen. Der Konzern treibt den Umbau offenbar aggressiver voran als zunächst kommuniziert, um die Kostenbasis an die schwache Nachfrage in Schlüsselsektoren anzupassen.
Cashflow als Lichtblick
Trotz der operativen Schwäche liefert BASF beim Free Cashflow ab. Mit 1,3 Milliarden Euro übertraf der Konzern die eigene Prognose von maximal 0,8 Milliarden Euro deutlich. Diese strikte Ausgabendisziplin signalisiert: Das Management setzt verstärkt auf Liquiditätssicherung.
Auch beim Nettoergebnis gab es eine positive Überraschung. Mit 1,6 Milliarden Euro lag es über den Schätzungen von 1,2 Milliarden Euro – maßgeblich getrieben durch höhere Beteiligungserträge der Wintershall Dea. Diese Einmaleffekte verdecken allerdings die strukturelle Schwäche im Chemiegeschäft.
China-Investitionen gedrosselt
Parallel zur Zahlenvorlage gab BASF bekannt, das Budget für den neuen Verbundstandort in Zhanjiang um 1,3 Milliarden Euro auf 8,7 Milliarden Euro zu senken. Die Anpassung unterstreicht den Fokus auf Kapitaleffizienz in einem herausfordernden Marktumfeld.
Am 27. Februar folgt der vollständige Geschäftsbericht samt detailliertem Ausblick auf 2026. Bis dahin dürfte die Aktie volatil bleiben. Entscheidend wird sein, ob die Marke von 46 Euro im Freitagshandel verteidigt werden kann.
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