BASF Aktie: Ausgewogenes Fazit
BASF liefert mit den vorläufigen Zahlen für 2025 ein Bild mit zwei Gesichtern: Operativ lief es schwächer als erhofft, beim Free Cashflow aber setzt der Konzern ein Ausrufezeichen. Kurz darauf folgt die nächste Weichenstellung mit einem neuen Digital Hub in Indien – samt angekündigtem Personalabbau bis 2030. Was bedeutet das konkret für die Richtung, in die BASF gerade steuert?
Die Fakten im Überblick
- Umsatz 2025 (vorläufig): 59,7 Mrd. € (Vorjahr: 61,4 Mrd. €)
- EBITDA vor Sondereinflüssen: 6,6 Mrd. € (Vorjahr: 7,2 Mrd. €)
- EBIT: 1,6 Mrd. € (Konsens: 2,2 Mrd. €)
- Free Cashflow: 1,3 Mrd. € (Konsens: 0,6 Mrd. €; BASF-Prognose: 0,4–0,8 Mrd. €)
- Nettoergebnis: 1,6 Mrd. € (Konsens: 1,2 Mrd. €)
An der Börse spiegelt sich diese Gemengelage bislang in einem eher stabilen Verlauf: Der Schlusskurs lag gestern bei 46,63 €, auf 30 Tage steht ein Plus von 6,24%.
Cashflow als Pluspunkt – dank niedrigerer Investitionen
Der auffälligste Punkt in den vorläufigen Zahlen ist der Free Cashflow von 1,3 Mrd. €. Er liegt nicht nur klar über den Markterwartungen, sondern auch deutlich über der eigenen Zielspanne von BASF. Ein zentraler Treiber: spürbar niedrigere Investitionsausgaben. Für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte nennt BASF 4,3 Mrd. € nach 6,2 Mrd. € im Vorjahr.
Damit liefert der Konzern ausgerechnet bei einer Kennzahl, die Investoren gern als „Qualitätscheck“ nutzen, ein positives Signal – auch wenn das operative Tagesgeschäft gleichzeitig Gegenwind zeigt.
Operatives Ergebnis schwächer – Restrukturierung kostet
Beim Ergebnis wird es nüchterner. Das EBITDA vor Sondereinflüssen dürfte mit 6,6 Mrd. € leicht unter Konsens und unter der eigenen, im Oktober kommunizierten Spanne liegen. BASF nennt niedrigere Margen und negative Währungseffekte als wesentliche Ursachen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BASF?
Deutlicher fällt die Lücke beim EBIT aus: 1,6 Mrd. € statt erwarteter 2,2 Mrd. €. Hier verweist BASF auf deutlich höhere Restrukturierungsaufwendungen – und betont, bei den angekündigten Maßnahmen schneller voranzukommen als geplant. Das passt ins Bild: kurzfristig Belastung, langfristig sollen Strukturen schlanker werden.
Positiv sticht dagegen das Nettoergebnis hervor. Mit 1,6 Mrd. € liegt es über Konsens und Vorjahr, laut BASF vor allem wegen höherer Ergebnisbeiträge der at-equity bilanzierten Beteiligung Wintershall Dea.
Digital Hub in Indien – Ausbau, aber auch Abbau
Nur wenige Tage nach den Zahlen kündigte BASF die Eröffnung eines globalen Digital Hub in Hyderabad an. Der Start ist für das 1. Quartal 2026 geplant, Einstellungen laufen bereits. Das neue Zentrum ergänzt das bestehende Digital-Hub-Netzwerk (u.a. Ludwigshafen, Madrid, Kuala Lumpur).
Gleichzeitig ist die Botschaft klar: Im Rahmen der Neuausrichtung will die Division Global Digital Services die weltweite Belegschaft bis 2030 signifikant reduzieren. Betroffen sind auch Stellen in Ludwigshafen. Zusätzlich soll die Zahl der Standorte mit Digitalspezialisten sinken – die Digitalisierung wird also ausgebaut, aber stärker gebündelt.
Der nächste konkrete Meilenstein steht bereits fest: Den vollständigen Bericht für 2025 veröffentlicht BASF am 27. Februar 2026 – inklusive Analysten- und Investoren-Call am Vormittag. Dann wird sich auch zeigen, wie BASF die Spanne zwischen starkem Cashflow und schwächerem operativen Ergebnis für 2026 einordnet.
BASF-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BASF-Analyse vom 3. Februar liefert die Antwort:
Die neusten BASF-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BASF-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 3. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BASF: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








