Die BASF Aktie sendet zum Wochenstart widersprüchliche Signale. Während ein operatives Großprojekt in China wichtige Hürden nimmt, könnte die Einschätzung der Profis kaum unterschiedlicher ausfallen. Anleger stehen vor der Frage: Wiegt der operative Fortschritt in Asien schwerer als die skeptischen Stimmen aus London?

  • Schlusskurs: 44,94 € (+1,40 %)
  • Performance YTD: 0,36 %
  • 50-Tage-Durchschnitt: 44,48 €
  • RSI (14): 42,3

30 Prozent Differenz

Selten war sich die Finanzwelt bei dem Chemie-Riesen so uneinig wie an diesem Wochenende. Zwischen den Erwartungen der Experten klafft eine massive Lücke, die Anlegern die Orientierung erschwert.

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Auf der einen Seite steht die britische Investmentbank Barclays. Analyst Alex Sloane bekräftigte am Freitag seine zurückhaltende Haltung („Equal Weight“) und beließ das Kursziel bei 41,00 Euro. Seine Skepsis fußt auf der Konzernprognose für 2025, deren unteres Ende den Ton für die konservative Bewertung setzt.

Dem gegenüber positioniert sich Warburg Research mit einem optimistischen Szenario. Die Experten sehen das Ziel bei 53,00 Euro und sprechen eine klare Kaufempfehlung aus. Diese Differenz von knapp 30 Prozent zwischen den Kurszielen verdeutlicht die aktuelle Unsicherheit im Markt: Ist die Aktie ein Schnäppchen oder eine Falle?

Operative Fakten aus China

Ungeachtet der theoretischen Bewertungsmodelle schafft der Konzern operativ Tatsachen. Der US-Baupartner Fluor Corporation meldete die „mechanische Fertigstellung“ am neuen Verbundstandort in Zhanjiang. Dieses Projekt gilt als strategisches Herzstück für die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens.

Die Nachricht ist aus zwei Gründen relevant:
1. Risikominimierung: Mit dem Abschluss der technischen Bauarbeiten sinkt das Projektrisiko erheblich.
2. Sicherheit: Über 75 Millionen Arbeitsstunden wurden ohne Ausfallzeit durch Unfälle absolviert, was für eine hohe Prozessqualität spricht.

Damit nähert sich die investitionsintensive Phase ihrem Ende, und der Fokus verschiebt sich zunehmend auf die künftige Generierung von Cashflow am drittgrößten Standort des Konzerns weltweit.

Charttechnik: Kampf an der Linie

Der Blick auf die jüngsten Handelsdaten spiegelt das Ringen um die Richtung wider. Mit einem Wochenschluss von 44,94 Euro konnte sich die Aktie zwar vom 52-Wochen-Tief bei 39,76 Euro lösen, kämpft aber weiterhin um eine nachhaltige Dynamik.

Das Papier notiert derzeit nur knapp über dem 50-Tage-Durchschnitt (44,48 Euro). Diese Linie dient kurzfristig als Unterstützung. Ein Rutsch darunter könnte den Barclays-Skeptikern recht geben, während ein stabiles Halten dieser Marke als Basis für einen Angriff auf die 53-Euro-Marke der Warburg-Analysten notwendig wäre. Mit einer Volatilität von fast 72 Prozent (annualisiert) müssen sich Investoren auf weitere Schwankungen einstellen.

Die kommende Woche wird zeigen, ob der Markt die Fertigstellung in China als Startschuss für eine Neubewertung akzeptiert oder ob die Vorsicht der britischen Analysten die Oberhand behält. Gelingt die Verteidigung der 45-Euro-Marke, rückt das obere Ende der Handelsspanne wieder in den Fokus.

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