Ein überraschendes diplomatisches Signal aus Washington haucht dem deutschen Aktienmarkt neues Leben ein. Nachdem der eskalierende Iran-Konflikt die Kurse zuletzt spürbar belastet hatte, deuten Aussagen von US-Präsident Trump nun auf eine rasche Deeskalation hin. Die Aussicht auf wieder sinkende Energiepreise weckt den Risikoappetit der Anleger unmittelbar zurück.

Entspannung an der Öl-Front

Verantwortlich für die plötzliche Kehrtwende ist eine spürbare Beruhigung am Rohstoffmarkt. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte, einem Aufruf Trumps zu folgen und wichtige iranische Energieanlagen von Angriffen zu verschonen. Diese Zusicherung drückte den Preis für Brent-Öl zeitweise zurück in den Bereich von 108 US-Dollar.

Für den stark von Energieimporten abhängigen europäischen Markt ist das ein entscheidender Katalysator. Ausgehend vom schwachen Freitagsschluss bei 22.380,19 Punkten drehte der Leitindex zum Wochenauftakt deutlich ins Plus und testet nun erste Erholungsniveaus, während die weniger energieabhängigen US-Börsen ruhiger auf die Nachrichtenlage reagieren.

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Volkswagen enttäuscht, Airbus stabil

Abseits der großen Geopolitik sorgen frische Unternehmenszahlen für deutliche Ausschläge auf dem Parkett. Volkswagen meldete für das abgelaufene Jahr 2025 einen operativen Gewinn von 8,9 Milliarden Euro. Der drastische Rückgang um 53 Prozent verfehlte die Analystenerwartungen klar, was der Autokonzern vor allem mit US-Zöllen und der strategischen Neuausrichtung bei Porsche begründet.

Einen massiven Kursrutsch erlebte die Evotec-Aktie mit einem Minus von rund 14 Prozent. Das Biotech-Unternehmen plant zwar, durch Stellenabbau bis Ende 2027 rund 75 Millionen Euro einzusparen, konnte die Investoren mit den vorgelegten Zahlen jedoch nicht überzeugen. Airbus hingegen legte um knapp vier Prozent zu. Ein Auslieferungsminus von 17 Prozent in den ersten beiden Monaten war angesichts bekannter Software- und Rumpfprobleme vom Markt bereits im Vorfeld eingepreist worden.

Charttechnik: Wichtige Marken

Trotz der aktuellen Gegenbewegung bleibt das Marktumfeld fundamental fragil. Im Iran tritt der Sohn des bisherigen Staatsoberhaupts Chamenei die Nachfolge an. Da er als Hardliner gilt, bleibt die politische Konstellation ein erheblicher Unsicherheitsfaktor.

Technisch betrachtet hat der Index durch die jüngsten Verluste Schaden genommen und notiert weiterhin spürbar unter seinem 200-Tage-Durchschnitt von 24.179,90 Punkten. Gelingt dem DAX in den kommenden Tagen eine nachhaltige Rückeroberung der 23.000er-Marke, wäre ein erstes charttechnisches Signal für eine Stabilisierung gesetzt. Scheitert der Index an dieser Widerstandszone, rückt die kritische Unterstützung bei 21.800 Punkten umgehend wieder in den Fokus.

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