Sinkende Produktion, ein eskalierender Streit mit dem Joint-Venture-Partner Newmont und eine Sammelklage vor einem kanadischen Gericht — Barrick Mining kämpft derzeit an mehreren Fronten gleichzeitig. Und das ausgerechnet in einem Goldpreisumfeld, das historisch betrachtet eigentlich glänzende Gewinne versprechen sollte.

Der Fluch der steigenden Kosten

Genau hier liegt das Kernproblem. Analysten sprechen von einem „Great Decoupling" — der historisch engen Verbindung zwischen Goldpreis und Minenaktien hat sich in diesem Jahr entkoppelt. Steigende Energie-, Sprengstoff- und Chemikalienkosten fressen die Margen auf, die frühere Goldhausse-Zyklen noch großzügig ließen.

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Barricks All-in-Sustaining-Costs für 2026 liegen bei 1.760 bis 1.950 US-Dollar je Unze — bei einer internen Goldpreisannahme von 4.500 US-Dollar. Der Spread bleibt positiv, doch die Kostentrajektorie beunruhigt institutionelle Investoren zunehmend. Hinzu kommt: 2025 verzeichnete Barrick den sechsten Produktionsrückgang in Folge, mit dem niedrigsten Output seit mindestens 25 Jahren. Für 2026 erwartet das Unternehmen erneut sinkende Fördermengen.

Nevada: Das 60-Prozent-Problem

Das Nevada Gold Mines Joint Venture mit Newmont ist für Barrick kein gewöhnliches Asset. RBC-Analyst Josh Wolfson beziffert seinen Anteil am Marktwert des Unternehmens auf rund 60 Prozent. Umso schwerer wiegt der aktuelle Streit: Newmont hat eine Verzugsmitteilung ausgesprochen und wirft Barrick in einer SEC-Einreichung vor, Ressourcen aus dem gemeinsamen Nevada-Betrieb abgezogen zu haben, um das vollständig eigene Fourmile-Projekt voranzutreiben.

Barrick widerspricht den Vorwürfen, sieht sich aber nach eigenen Angaben durch die Bedingungen des Joint-Venture-Vertrags in seiner Kommunikation eingeschränkt. Newmont-CEO Natascha Viljoen beschreibt die Beziehung als konstruktiv — doch die Verzugsmitteilung spricht eine andere Sprache.

Der Konflikt gefährdet direkt Barricks geplanten Spin-off der nordamerikanischen Assets inklusive eines separaten Börsengangs. Teck Resources besitzt zudem eine Royalty auf das Fourmile-Projekt: zunächst 10 Prozent auf Nettogewinne über ein 260 Quadratkilometer großes Gebiet, steigend auf 15 Prozent nach sechs Millionen produzierten Unzen. Wolfson, der Fourmile zuletzt mit 15 Milliarden US-Dollar bewertete, schätzt, dass die Royalty den Projektwert um rund 10 Prozent reduziert — und damit die Attraktivität des geplanten IPOs schmälert.

Dividende als Gegengewicht

Auf der Habenseite steht ein solides Aktionärsrückgabeprogramm. Barrick schüttet 50 Prozent des freien Cashflows aus — bestehend aus einer festen Quartalsdividende von 0,175 US-Dollar je Aktie sowie einer variablen Jahresendkomponente. Im Gesamtjahr 2025 kaufte das Unternehmen rund 51,9 Millionen eigene Aktien zurück, etwa 3 Prozent des damaligen Streubesitzes, für insgesamt 1,5 Milliarden US-Dollar.

Am 4. März 2026 zertifizierte das Ontario Superior Court of Justice zudem eine Sammelklage wegen angeblicher Falschdarstellungen rund um das Pascua-Lama-Minenprojekt in den Anden. Eine Verurteilung ist damit nicht verbunden, wohl aber ein dauerhafter rechtlicher Schatten.

Gelingt es Barrick nicht, den Nevada-Streit per Schiedsgericht oder durch den Rückkauf von Newmonts Anteil zu lösen, droht das Unternehmen ein historisch seltenes Goldfenster zu verpassen — ohne den geplanten IPO je geöffnet zu haben.

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