Barrick Mining kämpft gleich an zwei Fronten. Der Rechtsstreit mit Joint-Venture-Partner Newmont im US-Bundesstaat Nevada spitzt sich zu, während das Kupferprojekt Reko Diq in Pakistan erneut auf Eis gelegt wird. Ausgerechnet jetzt, wo der Konzern einen milliardenschweren Börsengang seiner nordamerikanischen Sparte plant.

Nevada: Vom Streit zum Gerichtsverfahren

Die 30-tägige Frist zur außergerichtlichen Einigung im Nevada-Streit ist verstrichen — ohne Ergebnis. Das deutet darauf hin, dass der Konflikt nun in die Discovery-Phase eines Gerichtsverfahrens übergeht, ein Prozess, der Jahre dauern und Millionen kosten kann.

Kern des Streits sind Vorwürfe von Newmont: Der Konzern hat Barrick am 3. Februar formal in Verzug gesetzt und behauptet, Ressourcen des gemeinsamen Unternehmens Nevada Gold Mines (NGM) seien zugunsten von Barricks eigenem Fourmile-Projekt umgeleitet worden. Barrick weist die Anschuldigungen zurück, kann sich aber nach eigenen Angaben aufgrund der Vertragsbedingungen nicht öffentlich im Detail äußern.

Das Gewicht dieser Auseinandersetzung ist kaum zu überschätzen. RBC-Analyst Josh Wolfson schätzt, dass NGM für rund 60 Prozent von Barricks Marktwert steht.

Der IPO gerät ins Stocken

Genau dieses Vermögen soll eigentlich die Grundlage für den geplanten Börsengang der nordamerikanischen Sparte bilden. Analysten beziffern den Wert dieser Assets auf 56 bis 62 Milliarden US-Dollar, mit einer jährlichen Produktion von über zwei Millionen Unzen Gold. Barrick-CEO Mark Hill hatte zuletzt angekündigt, bis Jahresende ein Update zu liefern oder den IPO abzuschließen.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Barrick Mining?

Newmont macht diesen Zeitplan komplizierter. Der Konzern besteht darauf, dass jede Transaktion, die seine Joint-Venture-Rechte berührt, seiner Zustimmung bedarf — und hat öffentlich gefordert, die operative Performance von NGM zunächst zu verbessern. Ob der IPO-Zeitplan unter diesen Bedingungen hält, ist die zentrale Frage für Barrick-Aktionäre.

Reko Diq: Weitere zwölf Monate Pause

Parallel dazu verlängert Barrick die Entwicklungspause beim Kupfer-Gold-Projekt Reko Diq in Pakistan um weitere zwölf Monate ab Juli. Als Gründe nennt der Konzern verschärfte Sicherheitslage in Pakistan und dem Nahen Osten sowie die Ergebnisse einer laufenden internen Überprüfung. Budgets und Zeitpläne werden sich dadurch verschieben.

Das Projekt gilt als potenziell eines der fünf größten Gold-Kupfer-Minen weltweit, mit einer prognostizierten Laufzeit von mehr als 50 Jahren. Bis dahin bleibt es ein schlafender Riese.

Lumwana als Gegengewicht

Einen positiven Kontrapunkt setzt die Lumwana-Mine in Sambia. Das zwei Milliarden Dollar teure Super-Pit-Erweiterungsprojekt läuft planmäßig und soll die Kupferproduktion bis Ende 2028 auf 240.000 Tonnen jährlich verdoppeln — bei einer um 17 Jahre verlängerten Minenlaufzeit bis 2057.

Operativ lieferte Barrick zuletzt starke Zahlen: Im vierten Quartal 2025 erzielte der Konzern einen rekordhohen operativen Cashflow von 2,73 Milliarden US-Dollar. Für 2026 liegt die Goldproduktionsprognose mit 2,9 bis 3,25 Millionen Unzen jedoch unter dem Vorjahresniveau, bei gleichzeitig höheren Nachhaltigkeitskosten. Außerdem hat Barrick 2025 eigene Aktien im Wert von 1,5 Milliarden Dollar zurückgekauft und eine neue Dividendenpolitik eingeführt, die 50 Prozent des freien Cashflows an Aktionäre ausschüttet.

Mit dem Nevada-Streit als juristischem Risiko und Reko Diq als operativem Fragezeichen steht Barrick vor einem Jahr, in dem die strategischen Weichen für den nächsten Wachstumsschub gestellt werden müssen — aber der Spielraum dafür gerade deutlich enger geworden ist.

Barrick Mining-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Barrick Mining-Analyse vom 27. März liefert die Antwort:

Die neusten Barrick Mining-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Barrick Mining-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Barrick Mining: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...