Aus einer Überprüfung ist eine formale Entscheidung geworden. Barrick Mining hat diese Woche seine pakistanischen Partner offiziell informiert: Die Entwicklungsarbeiten am Reko-Diq-Projekt werden für mindestens zwölf Monate ab Juli gedrosselt. Auslöser ist die anhaltend angespannte Sicherheitslage in der Provinz Belutschistan.

Anschlag als Wendepunkt

Den Ausschlag gaben koordinierte Angriffe der Baloch Liberation Army Ende Januar, bei denen 36 Zivilisten und 22 Sicherheitskräfte in mehreren Distrikten der abgelegenen Provinz getötet wurden. Barrick hatte daraufhin zunächst eine Überprüfung aller Projektaspekte angekündigt. Nun folgt der konkrete operative Schritt: reduzierte Bauaktivitäten, entsprechend gekürztes Projektbudget, sofortige Neubewertung von Sicherheitskonzept, Zeitplan und Kapitalbudget.

Belutschistan kämpft seit Jahrzehnten mit einem Separatistenkonflikt, bei dem Infrastruktur und ausländische Investitionsprojekte gezielt ins Visier genommen werden. Die Region grenzt an Iran und Afghanistan — geopolitisch einer der komplizierteren Standorte weltweit.

Strategische Bedeutung des Projekts

Reko Diq gilt als eine der größten unerschlossenen Kupfer-Gold-Lagerstätten der Welt. Barrick hält 50 Prozent, die restlichen Anteile entfallen auf pakistanische Staatsbetriebe und die Regionalregierung Belutschistans. Der Produktionsstart war für 2028 geplant — dieser Zeitplan steht nun unter Druck.

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Die Verzögerung trifft Barrick zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Für 2026 erwartet das Unternehmen ohnehin einen Rückgang der Goldproduktion auf 2,9 bis 3,25 Millionen Unzen, nach 3,26 Millionen Unzen im Vorjahr. Beim Kupfer soll die Produktion bis 2028 auf 255.000 bis 285.000 Tonnen steigen — ein Ziel, das nun stärker vom Lumwana-Projekt in Sambia abhängt, da Reko Diq als Wachstumstreiber vorerst ausfällt.

Kurs unter Druck, Dividende als Anker

Die Aktie hat in den vergangenen 30 Tagen rund 21 Prozent verloren und notiert damit deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 63,41 CAD. Über zwölf Monate steht trotzdem noch ein Plus von knapp 96 Prozent zu Buche.

Als Gegengewicht zur operativen Unsicherheit setzt Barrick auf seine Ausschüttungspolitik: Ab dem vierten Quartal 2025 werden 50 Prozent des freien Cashflows an Aktionäre zurückgegeben — bestehend aus einer festen Quartalsdividende von 0,175 US-Dollar je Aktie plus einer variablen Jahreskomponente. Im Gesamtjahr 2025 kaufte Barrick zudem rund 51,9 Millionen eigene Aktien für 1,5 Milliarden US-Dollar zurück.

Zwei Baustellen gleichzeitig

Parallel zur Reko-Diq-Krise läuft die geplante Abspaltung nordamerikanischer Assets. Newmont hat Barrick aufgefordert, die gemeinsamen Betriebe zunächst zu verbessern, bevor der IPO-Prozess vorangetrieben wird. Mit geopolitischem Gegenwind in Pakistan und offenen Fragen beim nordamerikanischen Spin-off muss Barrick auf zwei Fronten gleichzeitig liefern — und das in einem Marktumfeld, das wenig Spielraum für weitere Enttäuschungen lässt.

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