Barrick Mining hat im März 2026 mehr als ein Fünftel seines Börsenwerts verloren — und das, obwohl das milliardenschwere Kupferprojekt in Sambia planmäßig voranschreitet. Die Schere zwischen kurzfristigem Kursdruck und langfristiger Strategie wird immer größer.

Warum der Einbruch tiefer trifft als bei der Konkurrenz

Auslöser des Kursrutsches war ein Goldpreisverfall von 5,6 % auf 4.614 Dollar je Unze — neun Handelstage in Folge mit Verlusten. Seit dem Hochpunkt am 10. März bei 5.242 Dollar hat Gold rund 11,5 % abgegeben. Barrick verlor im gleichen Zeitraum 18,3 % — deutlich mehr als der breite Goldsektor.

Der Grund liegt im Silberexposure des Unternehmens. Silber brach seit seinem Hoch am 10. März sogar um 20,3 % ein. Hinzu kommt ein makroökonomischer Gegenwind: Steigende Ölpreise schüren Inflationssorgen, was Anleger in verzinsliche Anleihen treibt — auf Kosten von Edelmetallen.

Im Gesamtjahr 2026 steht Barrick damit mit einem Minus von über 14 % im Vergleich zum Jahresbeginn.

Lumwana: Das 2-Milliarden-Dollar-Gegengewicht

Während der Goldmarkt die Schlagzeilen dominiert, läuft in Sambia das strategisch wichtigste Projekt des Konzerns. Die Super-Pit-Erweiterung der Lumwana-Mine schreitet leicht vor dem Zeitplan voran — die Bergbauflotte für 2026 wird bereits geliefert.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Barrick Mining?

Das Vorhaben verdoppelt die Verarbeitungskapazität von 27 auf 54 Millionen Tonnen pro Jahr und verlängert die Betriebslaufzeit um 17 Jahre bis 2057. Der jährliche Kupferausstoß soll im Schnitt 240.000 Tonnen erreichen. Auf Basis eines Drei-Jahres-Kupferpreises von 4,03 Dollar je Pfund erwartet Barrick über die gesamte Minenlebensdauer einen kumulierten operativen Cashflow von 36 Milliarden Dollar und einen freien Cashflow von 15,2 Milliarden Dollar.

Dividende erhöht, Produktionskosten gestiegen

Zu Jahresbeginn hat Barrick seine Ausschüttungspolitik grundlegend überarbeitet. Die Dividende wurde um 140 % auf 0,42 Dollar je Aktie angehoben — das neue Modell sieht vor, 50 % des freien Cashflows auszuschütten, bestehend aus einer festen Quartalsdividende von 0,175 Dollar und einer variablen Jahreskomponente.

Auf der Kostenseite sieht es weniger erfreulich aus. Die Goldproduktion fiel im vierten Quartal um rund 19 % gegenüber dem Vorjahr auf 871.000 Unzen. Für 2026 prognostiziert Barrick All-in Sustaining Costs (AISC) zwischen 1.760 und 1.950 Dollar je Unze — ein spürbarer Anstieg. Es war zudem das sechste Jahr in Folge mit rückläufiger Produktion, auf dem niedrigsten Stand seit mindestens 25 Jahren.

Analysten und offene Flanken

Die Analystenhäuser bleiben trotz der Schwäche konstruktiv eingestellt. CIBC senkte das Kursziel von 71 auf 67 Dollar, behielt aber die Einstufung „Outperformer" bei. Canaccord reduzierte das Ziel von 80 auf 77 kanadische Dollar, hält jedoch an seiner Kaufempfehlung fest.

Eine strukturelle Schwachstelle bleibt Nevada Gold Mines: RBC-Analyst Josh Wolfson schätzt, dass dieses Asset rund 60 % von Barricks Marktwert ausmacht. Gleichzeitig plant Barrick, seine nordamerikanischen und karibischen Goldaktiva in eine separate Einheit auszugliedern — ein Schritt, der durch vertragliche Rechte des Joint-Venture-Partners Newmont verzögert werden könnte.

Bis 2029 soll die Goldproduktion auf 3,4 bis 3,75 Millionen Unzen steigen, die Kupferproduktion von 220.000 auf 255.000 bis 280.000 Tonnen. Ob der Markt diese Perspektive im zweiten Quartal wieder stärker einpreist, hängt maßgeblich davon ab, ob sich der Goldpreis stabilisiert — und ob der Lumwana-Ramp-up die Erwartungen erfüllt.

Barrick Mining-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Barrick Mining-Analyse vom 31. März liefert die Antwort:

Die neusten Barrick Mining-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Barrick Mining-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 31. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Barrick Mining: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...