Barrick profitiert zum Jahresstart deutlich von steigenden Edelmetallpreisen und einer entschärften geopolitischen Belastung. Die Aktie legte am ersten Handelstag 2026 um rund 4,3 % zu und notierte in New York bei etwa 45,74 US‑Dollar, in Toronto bei rund 63,00 Kanadischen Dollar. Treiber sind vor allem der Rekordlauf beim Goldpreis, festere Kupfernotierungen und Fortschritte bei zentralen Projekten und Rechtsfragen.

Gold- und Kupferpreise als Kurstreiber

Der aktuelle Aufschwung der Barrick-Aktie hängt eng mit der Entwicklung am Rohstoffmarkt zusammen. Der Spotpreis für Gold stieg um 2,1 % und näherte sich der Marke von 4.420 US‑Dollar je Unze. Die Nachfrage nach dem sogenannten sicheren Hafen zog vor dem Hintergrund erneuter geopolitischer Spannungen an, während anhaltende Handelskonflikte Gold als Absicherung gegen Währungsabwertung weiter stärken.

Auch Kupfer verteuerte sich um knapp 3 %. Das kommt Barricks breiter aufgestelltem Portfolio zugute. Wichtige Kupferprojekte wie Lumwana in Sambia und das große Reko-Diq-Vorhaben in Pakistan verschaffen dem Konzern einen Zugang zu dem von vielen Investoren als „Wachstumsmetall“ betrachteten Rohstoff, den reine Goldförderer so nicht bieten.

Mali-Einigung reduziert politischen Risikoabschlag

Ein weiterer wichtiger Faktor für die jüngste Kursstärke ist die im November 2025 erzielte Einigung mit der Regierung in Mali. Die Beilegung der Auseinandersetzungen stabilisiert den Betrieb im Loulo-Gounkoto-Komplex, einem der zentralen afrikanischen Vermögenswerte des Unternehmens. Damit fällt ein wesentlicher geopolitischer Risikoabschlag weg, der den Kurs über weite Teile des Jahres 2025 belastet hatte.

Strategische Neuausrichtung zeigt Wirkung

Barrick hat sich in den vergangenen Jahren von einem klassischen Goldförderer zu einem diversifizierten Kupfer-Gold-Produzenten mit sogenannten Tier-One-Assets entwickelt. Zu den zentralen strategischen Maßnahmen gehören:

  • Erhöhung der Basisdividende um 25 % (angekündigt im dritten Quartal 2025)
  • Fortführung eines Aktienrückkaufprogramms über 1 Milliarde US‑Dollar
  • Prognostizierte Free-Cashflow-Rendite von rund 12 % für 2026
  • Netto-Cash-Position, die Spielraum für wachstumsorientierte Projekte schafft
  • Anvisiertes Produktionswachstum von 30 % bis 2030

Zudem prüft der Konzern derzeit einen möglichen Börsengang seiner nordamerikanischen Goldaktivitäten. Ein solcher Schritt könnte laut Unternehmensdarstellung zusätzlichen Wert für die Aktionäre freisetzen, indem klarer zwischen verschiedenen Asset-Paketen unterschieden wird.

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Projektpipeline mit mehreren Wachstumstreibern

Fourmile: Bedeutender Fund in Nevada

Aktualisierte Studien vom September 2025 bestätigen das Fourmile-Projekt in Nevada als eine der bedeutendsten Goldentdeckungen dieses Jahrhunderts. Die Lagerstätte weist sehr hohe Erzgehalte auf, die deutlich über den Branchendurchschnitten liegen. Das unterstreicht das Potenzial für eine wirtschaftlich attraktive Förderung nach einem möglichen Produktionsstart.

Reko Diq: Schlüsselprojekt für Kupfer

Das großvolumige Kupfer-Gold-Projekt Reko Diq in Pakistan erhielt im April 2025 die Zustimmung der Joint-Venture-Partner. Gleichzeitig wurde Fluor als EPCM-Dienstleister (Engineering, Procurement, Construction Management) ausgewählt. Der Produktionsbeginn ist für 2028 angepeilt. Reko Diq soll eine zentrale Rolle in Barricks Strategie zur Ausweitung der Kupferproduktion einnehmen.

Lumwana: Ausbau zur „Supergrube“

In Sambia läuft der Ausbau der Lumwana-Kupfermine zu einer sogenannten „Super Pit“. Es handelt sich um eine Investition in Milliardenhöhe, mit der die Kupferförderung deutlich erhöht werden soll. Der Ausbau ist ein weiterer Baustein, um den Anteil des roten Metalls im Gesamtmix spürbar zu steigern.

Portfolio weiter gestrafft

Parallel zum Ausbau zentraler Großprojekte hat Barrick sein Portfolio gezielt bereinigt und Randaktivitäten verkauft:

  • Verkauf der Hemlo-Mine für bis zu 1,09 Milliarden US‑Dollar
  • Abschluss der Tongon-Transaktion für bis zu 305 Millionen US‑Dollar
  • Veräußerung der Beteiligung an Donlin Gold für bis zu 1,1 Milliarden US‑Dollar

Diese Verkäufe stärken die Bilanz und konzentrieren das Unternehmen auf Tier-One-Assets, die jeweils mehr als 500.000 Unzen pro Jahr bei einer Minenlebensdauer von mindestens zehn Jahren liefern sollen.

Risiken bleiben trotz Rückenwind

Trotz der positiven Impulse ist die Aktie nicht frei von Risiken. Zu den zentralen Herausforderungen zählen:

  • Ressourcennationalismus in Schwellenländern mit potenziell höheren Steuern und Abgaben
  • Umsetzungsrisiken bei den milliardenschweren Ausbau- und Entwicklungsprojekten
  • Persistente Kosteninflation bei Fachkräften und Spezialausrüstung im Bereich von 3–5 %
  • Abhängigkeit vom Goldpreis, der unter anderem von den Käufen und Verkäufen der Notenbanken beeinflusst wird

Die aktuelle Bewertung spiegelt sowohl die bereinigte Risikolage nach der Mali-Einigung als auch das derzeit freundliche Umfeld bei Gold- und Kupferpreisen wider. In den kommenden Jahren dürfte sich zeigen, in welchem Umfang Barrick das angepeilte Produktionswachstum bis 2030 tatsächlich in steigenden Cashflows und nachhaltigen Erträgen umsetzen kann.

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