Barrick Mining hat ein außergewöhnliches Quartal hinter sich – Rekordgewinne, sprunghafte Kurszuwächse und eine neue Dividendenpolitik. Gleichzeitig bremsen ein eskalierender Streit mit Joint-Venture-Partner Newmont und steigende Produktionskosten den Schwung. Das Jahr 2026 wird zeigen, ob der Goldriese seine starke Ausgangsposition halten kann.

Rekordquartal befeuert Kursrally

In den vergangenen sechs Monaten legte die Barrick-Aktie um 61,3 % zu – getragen von steigenden Goldpreisen infolge geopolitischer Spannungen sowie Handels- und Zollkonflikten. Der operative Cashflow im vierten Quartal 2025 erreichte 2,73 Milliarden US-Dollar, der freie Cashflow 1,62 Milliarden – jeweils rund 13 % bzw. 9 % mehr als im Vorquartal. Der Gewinn je Aktie kletterte auf 1,43 US-Dollar, das bereinigte Ergebnis auf 1,04 US-Dollar – ein Plus von 88 % bzw. 79 % gegenüber Q3.

Barrick führte im Gesamtjahr 2025 rund die Hälfte des operativen Cashflows in freien Cashflow über. Dieser stieg um 194 %. Im Rahmen der neuen Dividendenpolitik schüttet das Unternehmen künftig 50 % des zurechenbaren freien Cashflows aus, darunter eine um 40 % erhöhte Quartalsdividende von 0,175 US-Dollar je Aktie plus einen leistungsabhängigen Jahresbonus. Für Q4 wurde eine Quartalsdividende von 0,42 US-Dollar deklariert – 140 % über dem Vorquartal. Zudem kaufte Barrick 2025 eigene Aktien im Volumen von 1,5 Milliarden US-Dollar zurück, rund 3 % des ausstehenden Kapitals.

Geplanter Börsengang stößt auf Widerstand

Barrick plant, seine nordamerikanischen Goldaktiva in eine neue börsennotierte Gesellschaft auszugliedern und noch in diesem Jahr einen Anteil von 10 bis 15 % an die Börse zu bringen. Zum geplanten Paket gehören Anteile am Nevada Gold Mines Joint Venture, die Pueblo-Viejo-Mine in der Dominikanischen Republik sowie das vollständig konzerneigene Fourmile-Projekt in Nevada.

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Doch Newmont stellt sich quer. Der Rivale hat eine Mängelrüge eingereicht und wirft Barrick vor, Ressourcen vom gemeinsamen Nevada-Gold-Mines-Betrieb zum Eigenentwicklungsprojekt Fourmile umgeleitet zu haben – ein angeblicher Verstoß gegen den Joint-Venture-Vertrag von 2019. Der Schritt verkompliziert den geplanten Börsengang erheblich, denn das neue Unternehmen würde genau jene strittigen Beteiligungen enthalten. Barrick betont, dass der Börsengang ohnehin noch unter Marktbedingungen, regulatorischer Zulassung und finaler Vorstandsgenehmigung steht.

Kostenanstieg und Produktionsrückgang

Trotz der Rekordergebnisse trübt die operative Seite das Bild. Die Goldproduktion sank im vierten Quartal um rund 19 % im Jahresvergleich auf 871.000 Unzen, im Gesamtjahr 2025 um 17 %. Ursache war unter anderem die Betriebsunterbrechung der Loulo-Gounkoto-Mine in Mali. Die Gesamtbetriebskosten je Unze stiegen im Jahresvergleich um rund 15 %, die All-in-Sustaining-Costs (AISC) um 9 % auf 1.581 US-Dollar.

Für 2026 rechnet Barrick mit einer Goldproduktion von 2,90 bis 3,25 Millionen Unzen und einem AISC von 1.760 bis 1.950 US-Dollar je Unze – bei einer angenommenen Goldpreis-Basis von 4.500 US-Dollar. Das vollständig konzerneigene Fourmile-Projekt zeigt unterdessen Potenzial: Die angegebenen Goldressourcen haben sich auf 2,6 Millionen Unzen indizierte und 13 Millionen Unzen abgeleitete Reserven erhöht. Das Bohrbudget soll 2026 auf 150 bis 160 Millionen US-Dollar steigen, nach 91 Millionen im Vorjahr.

Analysten haben ihre Gewinnschätzungen für Barrick zuletzt nach oben korrigiert. Für 2026 wird ein Gewinnanstieg von 49,6 % erwartet, für 2027 ein weiteres Plus von 19,1 %. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung dürfte der Ausgang des Streits mit Newmont sein – sowie das Tempo, mit dem die Loulo-Gounkoto-Mine wieder hochgefahren wird.

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