Ballard Power Aktie: Comeback gelungen?
Der kanadische Brennstoffzellen-Spezialist hat in den letzten sechs Monaten ein beachtliches Kursplus von knapp 60 Prozent hingelegt. Dass sich die Aktie damit im angeschlagenen Wasserstoff-Sektor als einer der wenigen Lichtblicke präsentiert, ist kein Zufall: Ballard Power hat die eigene Kostenstruktur radikal umgekrempelt – und die Zahlen zeigen erste Erfolge.
Drastischer Sparkurs zahlt sich aus
Das Restrukturierungsprogramm des Unternehmens zeigt konkrete Wirkung. Die Betriebskosten sanken im Jahresvergleich um 40 Prozent, die Gesamtaufwendungen gingen um 36 Prozent zurück. Bereinigt um Restrukturierungskosten liegt das Minus sogar bei 55 Prozent. Die Bruttomarge kletterte im dritten Quartal 2025 auf 15 Prozent – ein Plus von 71 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr.
Gleichzeitig legte der Umsatz im dritten Quartal um 120 Prozent auf 32,5 Millionen Dollar zu. Verantwortlich dafür waren vor allem Lieferungen von Bus- und Bahnsystemen an Kunden in Nordamerika und Europa. Mit 525,7 Millionen Dollar an liquiden Mitteln und keinerlei Bankschulden steht Ballard Power zudem solider da als viele Wettbewerber, die mit Cashburn-Problemen kämpfen.
Texas-Gigafactory vom Tisch
Einen strategischen Schwenk vollzog das Unternehmen bei seinen Expansionsplänen: Die geplante 3-Gigawatt-Fabrik in Texas wurde gestrichen. Ballard Power begründet den Schritt mit veränderten Förderbedingungen in den USA und der Einschätzung, dass die bestehenden globalen Produktionskapazitäten ausreichen, um die erwartete Nachfrage zu decken. Statt auf aggressive Expansion setzt das Management nun auf diszipliniertes Kapitalmanagement.
Technologiefortschritt als Hebel
Mit der neunten Generation des FCmove-SC-Brennstoffzellenmotors hat Ballard Power ein überarbeitetes Produkt vorgestellt. Die Systemleistung stieg um 30 Prozent, die Leistungsdichte um 25 Prozent, während die Gesamtzahl der Bauteile um 40 Prozent sank. Die angestrebte Spitzenleistung liegt bei 75 Kilowatt, die erwartete Betriebsdauer bei rund 25.000 Stunden. Das Ziel: Kostenneutralität gegenüber Dieselsystemen – eine entscheidende Schwelle für die breite Marktakzeptanz.
Im Marinesegment konnte Ballard Power den bisher größten Auftrag an Land ziehen: 6,4 Megawatt an FCwave-Brennstoffzellen für Schiffe von eCap Marine und Samskip, die zwischen Norwegen und den Niederlanden verkehren. Der Auftrag umfasst 32 FCwave-200-kW-Motoren, die 2025 und 2026 ausgeliefert werden sollen.
Cashflow-positiv bis Ende 2027
Das Management hat sich ein klares Ziel gesetzt: Bis Ende 2027 soll Ballard Power einen positiven Cashflow erreichen. Dazu sollen die annualisierten Betriebskosten 2026 um weitere 30 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 sinken. Programme ohne kommerzielle Zugkraft werden eingestellt, dafür will das Unternehmen mit langlebigeren Stack-Lösungen in den Markt für Flurförderzeuge zurückkehren.
Das 12-Monats-Auftragsbuch lag Ende des dritten Quartals bei 71,6 Millionen Dollar, der gesamte Auftragsbestand bei 132,8 Millionen Dollar. Die Aktivitäten in China hat CEO Marty Neese auf Eis gelegt – der Fokus liegt nun auf Nordamerika und Europa, wo die kommerzielle Traktion stärker ist.
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