Der Börsenstart war holprig, der Iran-Krieg hat zusätzlich für Druck gesorgt — doch seit dem Tief von 34,54 Euro Ende letzter Woche erholt sich die Aumovio-Aktie spürbar. Heute legte das Papier erneut rund vier Prozent zu und notiert damit bei rund 38 Euro. Das eigentlich schwache Zahlenwerk spielt dabei kaum eine Rolle. Es ist eine einzige Zahl, die Anleger und Analysten gleichermaßen aufhorchen lässt: der freie Cashflow.

Zahlen enttäuschen, Cashflow begeistert

Umsatz und Ergebnis blieben leicht hinter den Markterwartungen zurück. Der Erlös sank 2025 um 5,6 Prozent auf 18,55 Milliarden Euro, der Nettoverlust weitete sich von 289 auf 655 Millionen Euro aus. Verantwortlich dafür waren vor allem Sonderaufwendungen: 388 Millionen Euro für den laufenden Stellenabbau, weitere 218 Millionen Euro für die Abspaltung von Continental — in Summe fast 800 Millionen Euro an Einmalbelastungen.

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Was die Stimmung trotzdem dreht, ist der bereinigte Free Cashflow, der laut Analysten von JPMorgan und Bernstein deutlich über der Konsensprognose lag. Die positive Entwicklung im Nettoumlaufvermögen bescherte dem Unternehmen einen Mittelzufluss, der Experten zufolge auf eine rasche Annäherung an die für 2028 anvisierten rund eine Milliarde Euro hoffen lässt.

Trüber Ausblick, aber ein Lichtblick

Für 2026 rechnet das Management mit einem bereinigten Umsatz zwischen 17,0 und 18,5 Milliarden Euro — also einem weiteren Rückgang. Die operative Marge soll zwischen 3,5 und 5,0 Prozent liegen; nach 3,9 Prozent im Vorjahr wäre damit ein Rückschritt möglich. Analysten hatten zuvor im Schnitt 4,4 Prozent erwartet.

Dazu lasten Trumps Zölle auf dem Nordamerika-Geschäft, und der weltweite Fahrzeugabsatz kommt weiter nicht in Schwung. Aumovio reagiert mit dem Abbau von zehn der 55 Produktionsstandorte sowie weiteren Stellenstreichungen — zuletzt 4.000 Jobs im Bereich Forschung und Entwicklung, angekündigt im Januar.

Einen kleinen Lichtblick setzte Finanzchefin Jutta Dönges: Für 2026 stellte sie erstmals eine Dividende in Aussicht. Nach dem durchwachsenen Börsenstart — der erste Kurs nach dem Spin-Off im September lag bei 35 Euro, zwischenzeitlich kletterte die Aktie bis auf gut 47 Euro — wäre das ein deutliches Signal in Richtung Investoren.

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