Bernstein hat sein Kursziel für ASML diese Woche auf 1.971 US-Dollar angehoben — und damit die Aktie zum Top-Pick im europäischen Halbleitersektor erklärt. Zur gleichen Zeit legten mehr als 1.000 Mitarbeiter am Hauptsitz in Veldhoven die Arbeit nieder. Zwei gegensätzliche Signale, die Anleger derzeit gleichzeitig verarbeiten müssen.

Warum Bernstein so bullish ist

Das Fundament der optimistischen Einschätzung ist der boomende DRAM-Markt. Analyst David Dai erwartet, dass sich die Kapazitätserweiterungen bei Speicherchips in den kommenden Jahren massiv beschleunigen: von 145.000 zusätzlichen Wafer-Starts pro Monat im Jahr 2025 auf 435.000 bis 2028. Das bedeutet direkt mehr Aufträge für ASMLs EUV-Maschinen.

Konkret prognostiziert Bernstein, dass ASML im Jahr 2028 rund 44 EUV-Maschinen an DRAM-Kunden liefern wird — mehr als doppelt so viele wie die 18 Einheiten im Jahr 2025. Als Beleg für die Dynamik gilt die Eröffnung von SK Hynix' zweitem M15X-Reinraum im März 2026, zwei Monate früher als geplant. Das neue Kursziel liegt deutlich über dem Analystenkonsens von 1.469 US-Dollar.

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Streik und Stellenabbau belasten die Stimmung

Parallel dazu eskaliert der interne Konflikt um den geplanten Abbau von 1.700 Stellen — rund 3,8 Prozent der Belegschaft. Die Gewerkschaft FNV fordert, dass ASML die Pläne grundlegend überarbeitet. Ihr Argument: Bei einem Nettogewinn von 9,6 Milliarden Euro im Jahr 2025 und einem geplanten Aktienrückkaufprogramm von 12 Milliarden Euro bis 2028 fehle es nicht an finanziellen Mitteln für eine sozialverträgliche Lösung.

Am Donnerstag verlor die Aktie rund vier Prozent — und damit deutlich mehr als der breitere Sektor für Technologieausrüstung, der rund drei Prozent nachgab. Die Gewerkschaften wollen bis zum 7. April auf den Sozialplan reagieren; der Betriebsrat gibt seine formelle Stellungnahme im Mai ab.

Geopolitik als Unsicherheitsfaktor

Neben dem Arbeitskonflikt bleibt China ein strukturelles Risiko. Das Land stand 2025 für 29,1 Prozent des Umsatzes. ASMLs Wachstumsziele für 2026 — eine Umsatzspanne von 34 bis 39 Milliarden Euro — setzen voraus, dass Einbußen im China-Geschäft durch Zuwächse in Taiwan und Südkorea kompensiert werden.

Am 15. April 2026 legt ASML die Zahlen für das erste Quartal vor. Der Bericht wird zeigen, ob die DRAM-Nachfrage bereits in den Auftragsbüchern sichtbar wird — und ob der Arbeitsstreit bis dahin eskaliert oder sich entspannt.

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