Der niederländische Ausrüster ASML hat einen entscheidenden Schritt in Richtung der nächsten Chip-Generation gemacht. Mit der Installation der neuesten, rund 400 Millionen US-Dollar teuren Lithografie-Maschine im belgischen Forschungszentrum imec verlässt die Technologie das Labor. Für die Halbleiterindustrie beginnt damit der konkrete Countdown für die Massenproduktion im Jahr 2027.

Von der Forschung in die Fabrik

Bisher fanden Tests der sogenannten High-NA-EUV-Systeme unter streng kontrollierten Bedingungen statt. Die gestrige Ankunft der EXE:5200-Anlage in Leuven ändert das grundlegend. Die Maschine bringt die Technologie nun auf einen industriellen Maßstab. Durch eine größere numerische Apertur lassen sich Chipstrukturen um bis zu 66 Prozent verkleinern. Das ist die absolute Grundvoraussetzung, um die gewaltige Rechenleistung für moderne KI-Anwendungen künftig energieeffizient bereitzustellen.

Die Branche rüstet auf

Die Anlage bei imec dient als zentrales Qualifizierungszentrum für die gesamte Branche. Hier testen Chipentwickler das Zusammenspiel ihrer Werkzeuge für die kommende Sub-2-Nanometer-Generation. Die großen Kunden stehen bereits in den Startlöchern. Intel, SK Hynix und Samsung haben ihre ersten Systeme bereits Ende 2025 installiert oder bereiten dies aktuell vor. ASML-Chef Christophe Fouquet rechnet fest damit, dass die Hochvolumenproduktion in den Jahren 2027 und 2028 anläuft.

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Solides Fundament trotz China-Delle

Dieser technologische Übergang wird von einem robusten finanziellen Ausblick flankiert. Zwar erwartet das Management, dass der Umsatzanteil in China nach einem außergewöhnlich starken Jahr 2025 auf etwa 20 Prozent sinken wird. Die hohe Nachfrage aus dem Westen und Südkorea dürfte diesen Gegenwind jedoch weitgehend kompensieren. Die Aktie, die seit Jahresanfang bereits über 15 Prozent im Plus liegt, profitiert von dieser klaren Perspektive.

Für das laufende Jahr 2026 hat ASML folgende Eckdaten in Aussicht gestellt:
* Erwarteter Gesamtumsatz: 34 bis 39 Milliarden Euro
* Bruttomarge: 51 bis 53 Prozent
* Aktienrückkaufprogramm: bis zu 12 Milliarden Euro (2026–2028)
* Dividende für 2025: 7,50 Euro je Aktie (+17 Prozent)

Mit der nun validierten kommerziellen Einsatzbereitschaft der High-NA-EUV-Technologie rückt der nächste Wachstumszyklus der Halbleiterindustrie in greifbare Nähe. Die erfolgreiche Skalierung bei imec bis zur vollständigen Qualifizierung im vierten Quartal 2026 bildet das Fundament, auf dem die Massenfertigung ab 2027 aufbauen wird.

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