Starke Jahreszahlen, ein Auftritt auf der weltgrößten Physikkonferenz — und trotzdem verliert die Aktie weiter an Boden. D-Wave Quantum präsentiert diese Woche neue Forschungsergebnisse beim Global Physics Summit der American Physical Society in Denver. Am Mittwoch schloss die Aktie bei 16,49 Dollar, ein Minus von 5,61 Prozent.

Wissenschaft auf der Bühne, Anleger skeptisch

Vom 18. bis 20. März zeigen D-Wave-Forscher Fortschritte in beiden Kerntechnologien des Unternehmens: Annealing- und Gate-Modell-Quantencomputing. Themen der Präsentationen reichen von Fehlerkorrektur über analoge-digitale Prozessorsteuerung bis hin zu programmierbarer Quantendynamik. Für ein Unternehmen, das sich als weltweit erster kommerzieller Anbieter von Quantencomputern positioniert, ist die Konferenzbühne wichtig — doch die Kursentwicklung zeigt, dass wissenschaftliche Sichtbarkeit allein Anleger nicht überzeugt.

Starkes Jahr, schwaches Quartal

Der Hintergrund ist widersprüchlich. Für das Gesamtjahr 2025 meldete D-Wave einen Umsatz von 24,6 Millionen Dollar — ein Anstieg von 179 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der GAAP-Bruttogewinn kletterte sogar um 265 Prozent auf 20,3 Millionen Dollar. Die Liquidität zum Jahresende lag bei über 884 Millionen Dollar, gestärkt auch durch die Übernahme von Quantum Circuits.

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Das vierte Quartal trübte das Bild jedoch ein. Mit 2,75 Millionen Dollar Umsatz verfehlte das Unternehmen die Analystenerwartung von 3,72 Millionen Dollar um mehr als 26 Prozent. Der Nettoverlust für das Gesamtjahr weitete sich auf 355,1 Millionen Dollar aus — maßgeblich durch eine nicht zahlungswirksame Neubewertung von Optionsscheinen in Höhe von 270,5 Millionen Dollar.

Analysten optimistisch, Insider verkaufen

Trotz des Kursrückgangs — die Aktie hat sich gegenüber ihrem 52-Wochen-Hoch von 46,75 Dollar mehr als halbiert — bleibt der Analystenkonsens positiv. 15 Analysten vergeben im Schnitt ein „Strong Buy"-Rating mit einem durchschnittlichen Kursziel von 32,53 Dollar. Evercore ISI senkte das Ziel leicht von 44 auf 42 Dollar, behielt aber das Outperform-Rating. Mizuho passte sein Ziel von 46 auf 40 Dollar an, ebenfalls bei Outperform.

Parallel dazu haben zwei Insider zuletzt Anteile verkauft: CFO John M. Markovich trennte sich am 13. März von 10.706 Aktien zu Preisen zwischen 17,60 und 17,66 Dollar, Direktor Rohit Ghai veräußerte am 16. März 10.000 Aktien. Die Transaktionen fallen in eine Phase, in der das Unternehmen strategisch auf Wachstum setzt — unter anderem mit einem beschleunigten Fahrplan für ein erstes Gate-Modell-System noch 2026 und einer Nutzungssteigerung seiner Advantage2-Systeme um 314 Prozent im Jahresvergleich. Ob dieser operative Schwung die Lücke zwischen Analystenkurszielen und aktuellem Kurs schließen kann, hängt wesentlich davon ab, wie das erste Gate-Modell-System ankommt.

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