ASML Aktie: High-NA-Maschine in Leuven
Für rund 400 Millionen Dollar hat das belgische Forschungsinstitut imec eine der weltweit seltensten Maschinen übernommen: den ASML EXE:5200, ein High-NA-EUV-Lithografiesystem der neuesten Generation. Die Lieferung am 18. März 2026 ist nicht nur ein Forschungsmeilenstein — sie markiert einen konkreten Schritt in der Kommerzialisierung von ASMLs teuerster und technologisch fortschrittlichster Produktlinie.
Was die Maschine kann
High-NA bezieht sich auf die größere numerische Apertur des Systems — vergleichbar mit einem leistungsfähigeren Kameraobjektiv. Das Ergebnis: Chipstrukturen, die bis zu 66 Prozent kleiner sind als mit bisherigen EUV-Systemen. Das ermöglicht schnellere, energieeffizientere Chips und ist Voraussetzung für die Fertigung unterhalb der 2-Nanometer-Grenze — ein Bereich, der als entscheidend für KI-Chips und Hochleistungsspeicher gilt.
Weltweit existieren weniger als ein Dutzend dieser Maschinen. ASML ist der einzige Hersteller.
Einbettung in Europas Chip-Ambitionen
Der EXE:5200 wird das Herzstück von imecs 2,5 Milliarden Euro teurer NanoIC-Pilotlinie, die zu 1,4 Milliarden Euro aus öffentlichen Mitteln finanziert wird — darunter Gelder aus dem EU Chips Act sowie flämische und niederländische Förderprogramme. Imec betreibt das System im Rahmen eines Shared-Access-Modells: Chipunternehmen und Forschungseinrichtungen weltweit können die Anlage nutzen, um ihre eigenen Technologien weiterzuentwickeln.
Das beschleunigt die Verbreitung von High-NA in der Branche — und damit ASMLs Weg in die Serienproduktion. Kunden wie Intel und SK Hynix bereiten sich darauf vor, High-NA-Systeme ab 2027 in der Massenproduktion einzusetzen. ASML-CEO Christophe Fouquet erwartet den Hochlauf der Volumenfertigung für 2027 und 2028.
Qualifizierung und Aktienrückkauf
Imec plant, den EXE:5200 bis zum vierten Quartal 2026 vollständig zu qualifizieren. Parallel dazu läuft das gemeinsame High-NA-Labor von ASML und imec im niederländischen Veldhoven weiter.
Neben dem strategischen Meilenstein setzt ASML sein laufendes Aktienrückkaufprogramm fort: In der Woche vom 9. bis 13. März 2026 kaufte das Unternehmen rund 107.000 eigene Aktien für insgesamt 125 Millionen Euro zurück. Die Aktie notiert aktuell rund elf Prozent unterhalb ihres 52-Wochen-Hochs von 1.295 Euro — trotz eines Jahresgewinns von gut 70 Prozent seit April 2025.
Mit der Inbetriebnahme in Leuven hat ASML einen seiner wichtigsten Referenzkunden gewonnen. Gelingt die Qualifizierung bis Ende 2026 planmäßig, steht dem kommerziellen Rollout ab 2027 technisch nichts mehr im Weg.
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