Die ASML-Aktie kennt derzeit kaum ein Halten und markierte am Donnerstag ein neues Allzeithoch. Auslöser für den jüngsten Kurssprung ist eine strategische Ankündigung des wichtigsten Kunden TSMC, die die Umsatzfantasie für die kommenden Jahre deutlich anheizt. Während Analysten ihre Kursziele reihenweise nach oben korrigieren, warten Anleger nun gespannt darauf, ob sich dieser Optimismus auch in den eigenen Zahlen der Niederländer widerspiegelt.

Milliarden-Investitionen als Kurstreiber

Verantwortlich für die exzellente Stimmung ist der taiwanesische Chipauftragsfertiger TSMC. Der Branchenriese legte am Donnerstag seine Investitionspläne für das Jahr 2026 offen und überraschte den Markt mit einem massiven Budgetsprung. TSMC plant Ausgaben zwischen 52 und 56 Milliarden Dollar, was einem Anstieg von rund 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

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Für ASML ist dabei ein Detail entscheidend: Laut TSMC fließen 70 bis 80 Prozent dieses Budgets in fortschrittliche Prozesstechnologien. Diese Fertigungsverfahren sind zwingend auf die EUV-Lithografiesysteme (Extreme Ultraviolet) angewiesen, bei denen ASML weltweit eine Monopolstellung innehat. Die Investitionsfreude des wichtigsten Kunden bedeutet fast zwangsläufig volle Auftragsbücher für den Ausrüster aus Veldhoven.

Analysten heben Ziele an

Die Finanzwelt reagierte prompt auf diese Steilvorlage. Experten der Bank of America und von Bernstein schraubten ihre Kursziele umgehend nach oben. Bernstein-Analyst David Dai verwies darauf, dass der Markt das Potenzial im China-Geschäft weiterhin unterschätze. Die Bank of America hob das Kursziel auf 1.454 Euro an und begründete dies mit einer stärker als erwarteten Nachfrage sowie einer steigenden Auslastung der EUV-Systeme im Speicherchip-Bereich. Lediglich Santander stufte das Papier gegen den Trend herab, was angesichts der allgemeinen Euphorie jedoch kaum ins Gewicht fiel.

KI-Boom und technischer Fortschritt

Der fundamentale Rückenwind wird zusätzlich durch den weltweiten Ausbau der KI-Infrastruktur verstärkt. TSMC prognostiziert für KI-Server-Prozessoren ein jährliches Wachstum von über 50 Prozent bis zum Jahr 2029. Auch Intel, ein weiterer Schlüsselkunde, meldete Fortschritte: Der US-Konzern bestätigte die Volumenproduktion seiner neuen "18A"-Technologie und demonstrierte gemeinsam mit ASML die technische Machbarkeit der nächsten Maschinengeneration (High-NA EUV). Diese hochmodernen Systeme kosten rund 380 Millionen Dollar pro Stück und gelten als Schlüssel für die nächste Ära der Chipherstellung.

Blick auf die Zahlen

Der Fokus verschiebt sich nun auf den 28. Januar 2026, wenn ASML seine Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr präsentiert. Nach dem Erreichen des neuen Rekordhochs bei 1.176,40 Euro ist die Erwartungshaltung hoch. Investoren werden genau prüfen, ob sich die angekündigten Budgeterhöhungen der Kunden bereits in konkreten Auftragseingängen niederschlagen und wie das Management die Risiken möglicher Exportbeschränkungen einschätzt.

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