ASML hat am Donnerstag ein neues 52-Wochen-Hoch von 1.398,80 US-Dollar markiert und damit eine beeindruckende Rally fortgesetzt. Der niederländische Halbleiterausrüster profitiert von massiv erhöhten Investitionsplänen seines Großkunden TSMC – und von einer Welle optimistischer Analystenstudien. Doch nicht alle teilen die Euphorie.

TSMC als Wachstumstreiber

Der Hauptgrund für die jüngste Kursstärke liegt in Taiwan. TSMC, weltweit führender Auftragsfertiger für Chips, hat für 2026 Investitionen zwischen 52 und 56 Milliarden US-Dollar angekündigt – ein Anstieg um rund 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Entscheidend für ASML: Etwa 70 bis 80 Prozent dieser Ausgaben fließen in fortschrittliche Fertigungsprozesse, die ausschließlich auf ASMLs EUV-Lithographiesysteme angewiesen sind.

Diese Monopolstellung verschafft dem Unternehmen planbare Umsatzperspektiven. Die EUV-Technologie ist unverzichtbar für die Produktion modernster Chips, insbesondere für KI-Anwendungen. Die stark wachsende Nachfrage nach Rechenleistung in diesem Bereich sorgt für strukturellen Rückenwind.

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Analysten uneins über Bewertung

Bernstein Research bekräftigte am Donnerstag sein "Outperform"-Rating und hob das Kursziel von 1.528 auf 1.642 US-Dollar an. Analyst David Dai sieht Wachstumspotenzial sowohl im EUV- als auch im älteren DUV-Geschäft, das der Markt unterschätze. Bereits am 5. Januar hatte Bernstein die Einstufung von "Market Perform" auf "Outperform" angehoben.

Auch UBS und Wells Fargo hatten zuletzt ihre positiven Einschätzungen bestätigt bzw. Kursziele angehoben. Wells Fargo liegt mit einem Ziel von 1.450 US-Dollar im oberen Bereich.

Banco Santander wählte hingegen einen gegensätzlichen Weg: Die spanische Bank stufte ASML am Donnerstag von "Outperform" auf "Underperform" herab. Begründung: Die positiven Aussichten seien weitgehend eingepreist, das Aufwärtspotenzial begrenzt, die Bewertungsrisiken hoch. Trotz leicht angehobenem Kursziel auf 940 Euro für die europäischen Aktien warnt Santander vor einem überteuerten Einstieg.

Was kommt als Nächstes?

Die Aktie handelt mit einem KGV von etwa 53,8 auf einem anspruchsvollen Niveau. Der bevorstehende Quartalsbericht wird zeigen, ob sich die erhöhten Kundenbudgets tatsächlich in konkreten Aufträgen niederschlagen. Die Konsensmeinung der Analysten lautet "Moderate Buy", doch die Spannbreite der Kursziele deutet auf anhaltende Volatilität hin.

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