ASML Aktie: Analysten gespalten
Die ASML-Aktie startete mit deutlichem Rückenwind ins Börsenjahr 2026 und notiert derzeit in unmittelbarer Schlagdistanz zum Rekordhoch. Doch kurz vor der wichtigen Quartalsberichtssaison herrscht an der Wall Street und in Europa Uneinigkeit über den weiteren Kursverlauf. Während einige Experten auf eine massive Erholung des Halbleitermarktes setzen, mahnen andere Analysten zur Vorsicht und sehen das Kurspotenzial als ausgereizt an.
Gegensätzliche Kursziele sorgen für Spannung
Besonders deutlich wird die Diskrepanz in den aktuellen Bewertungen vom gestrigen Dienstag. Das Analysehaus Jefferies bestätigte sein „Hold“-Votum für den niederländischen Chipausrüster. Analyst Janardan Menon sieht mit einem Kursziel von 1.020 Euro kaum noch Luft nach oben, da die aktuellen Notierungen diese Marke bereits überschritten haben. Er signalisiert damit Skepsis gegenüber einer weiteren schnellen Aufwärtsbewegung.
Ganz anders bewertet Rothschild Redburn die Lage. Die Experten hoben ihr Kursziel auf 1.250 Euro an und bekräftigten ihre Kaufempfehlung. Auch Bernstein schloss sich dem optimistischen Lager an, stufte das Papier auf „Outperform“ mit einem Ziel von 1.300 Euro hoch und ernannte ASML zu einem der „Top Picks“ für das Jahr 2026.
Der Streitpunkt: Auftragseingang
Der fundamentale Unterschied in den Einschätzungen liegt primär in den Erwartungen an das operative Geschäft. Rothschild begründet den Optimismus mit einer sehr positiven Prognose für den Auftragseingang im vierten Quartal. Die Analysten rechnen mit einem Volumen von rund 7,05 Milliarden Euro. Damit liegen sie etwa 13 Prozent über dem aktuellen Marktkonsens, der lediglich von 6,25 Milliarden Euro ausgeht.
Unterstützt wird diese bullishe Haltung durch die Erwartung einer Erholung im Speichermarkt sowie einer anhaltend hohen Nachfrage im Logik-Sektor. Mit einem aktuellen Kurs von 1.101,20 Euro preist der Markt bereits viele dieser positiven Szenarien ein, was die Fallhöhe bei Enttäuschungen erhöht.
Wichtige Termine im Blick
Der entscheidende Realitätscheck steht kurz bevor: Am 28. Januar 2026 wird ASML seine Bücher öffnen und zeigen müssen, ob der optimistische Auftragseingang, den Rothschild prognostiziert, tatsächlich realisiert wurde. Zudem blicken Investoren bereits auf den April. Das geplante Symposium beim Partner TSMC könnte als technologischer Katalysator wirken und neue Details zur Einführung der hochmodernen High-NA-EUV-Systeme liefern. Der Quartalsbericht Ende Januar wird die Richtung vorgeben und klären, ob die skeptische Haltung von Jefferies berechtigt war oder die Wachstumsfantasie der Bullen obsiegt.
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