Arafura Aktie: Zeitplan rutscht
Arafura Rare Earths kommt beim Nolans-Projekt langsamer voran als viele Anleger zuletzt eingepreist hatten. Der Zeitplan für die finale Investitionsentscheidung (Final Investment Decision, FID) wurde nach dem Quartalsupdate für Dezember 2025 nach hinten geschoben. Statt eines früheren Abschlusses peilt das Management die FID nun im ersten Halbjahr 2026 an – und genau diese Verschiebung belastet die Aktie.
Was steckt dahinter: Nicht die Fremdfinanzierung, sondern der letzte Baustein auf der Eigenkapitalseite hängt noch an formalen Prozessen.
- Neues FID-Ziel: Erstes Halbjahr 2026
- Bremse: Abschluss der deutschen, staatlich gestützten Equity-Komponente
- Liquidität: rund 570 Mio. AUD Cash (Stand: 31. Dezember 2025)
FID verschiebt sich – deutsche Mittel brauchen Zeit
Auslöser der jüngsten Unruhe ist die aktualisierte Planung für die FID des Nolans-Projekts. In einem Update Ende Januar bestätigte das Management, dass die Entscheidung nun im ersten Halbjahr 2026 erwartet wird. Zuvor hatten Marktteilnehmer diesen Meilenstein früher vermutet.
Der zentrale Grund liegt laut Unternehmen in administrativen Abläufen rund um den German Raw Materials Fund. Arafura arbeitet an der Finalisierung einer Erstinvestition über 50 Mio. Euro. Eine mögliche zweite Tranche soll an zusätzliche Abnahmebedingungen (Offtake) geknüpft sein. Die Due Diligence sei weit fortgeschritten, allerdings dauerten die bürokratischen Schritte bei den neu geschaffenen staatlichen Fördermechanismen länger als intern geplant.
Finanzpolster wächst – Vorarbeiten laufen weiter
Trotz des Zeitverzugs wirkt die Finanzlage deutlich stabiler als in früheren Phasen. Zum 31. Dezember 2025 meldete Arafura einen Kassenbestand von etwa 570 Mio. AUD. Das Plus geht auf eine größere Kapitalaufnahme Ende 2025 zurück, die gezielt als Puffer für die Phase vor dem eigentlichen Baubeginn gedacht ist.
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Damit kann das Unternehmen nach eigener Darstellung weiterhin „early works“ und Engineering-Arbeiten vorantreiben, ohne kurzfristig unter Finanzierungsdruck zu geraten – auch wenn die letzten Eigenkapitalbausteine noch ausstehen.
Kursreaktion: Vorsicht statt Euphorie
An der Börse kam die Verschiebung dennoch nicht gut an. In der letzten Handelswoche im Januar schloss die Aktie bei 0,23 US-Dollar, rund 8% tiefer nach dem Update. Der Rücksetzer passt laut Text auch in ein Branchenbild: Projektentwickler werden bei Zeitplan-Verzögerungen schnell abgestraft, selbst wenn die strategische Bedeutung hoch bleibt.
Ein wichtiger Punkt: Die Fremdfinanzierung gilt bereits weitgehend als abgesichert. Genannt werden 775 Mio. US-Dollar an vorrangigen Kreditfazilitäten, die von einem Konsortium (unter anderem Euler Hermes, KEXIM und NAIF) bedingt zugesagt wurden. Zusätzlich stehen 80 Mio. US-Dollar als Facility für Kostenüberschreitungen im Raum. Offener bleibt damit vor allem das „strategische Eigenkapital“, zu dem die deutschen und australischen staatlichen Stellen beitragen sollen.
Im weiteren Verlauf des Februars rücken laut Text drei konkrete Auslöser in den Fokus: die formale Unterzeichnung der 50-Mio.-Euro-Vereinbarung mit dem German Raw Materials Fund, zusätzliche bindende Offtake-Abkommen (für eine mögliche zweite Tranche) sowie Updates zu den Vorarbeiten am Standort im Northern Territory.
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