Arafura Rare Earths kommt bei der Finanzierung für das Nolans Project spürbar voran – schiebt aber die entscheidende finale Investitionsentscheidung (Final Investment Decision, FID) erneut nach hinten. Statt wie zuletzt für das erste Quartal angepeilt, soll die FID nun in der ersten Jahreshälfte fallen. Genau das sorgt bei Aktionären für Unruhe: Reicht der Finanzierungsfortschritt, um diesmal wirklich durchzuziehen?

  • Platzierung in zwei Tranchen: 475 Mio. A$ (vor Kosten)
  • Aktienkaufplan (Share Purchase Plan): 7,1 Mio. A$ (brutto)
  • Kassenbestand zum 31. Dezember: 571 Mio. A$ (zuvor 90 Mio. A$ Ende September)

Finanzierung: Kasse prall gefüllt

Im Quartal bis zum 31. Dezember hat das Unternehmen seine finanzielle Basis deutlich gestärkt. Kernpunkt war eine Kapitalplatzierung über 475 Mio. A$ (vor Kosten), ergänzt um 7,1 Mio. A$ aus dem Share Purchase Plan.

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Entsprechend sprang der Kassenbestand zum Quartalsende auf 571 Mio. A$. Ende September waren es laut Quartalsbericht noch 90 Mio. A$ gewesen. Die Botschaft ist klar: Liquidität ist vorerst kein Engpass – die FID hängt aber weiterhin an der finalen Ausgestaltung des Gesamtpakets.

Staatlich gestützte Geldquellen laufen weiter

Parallel verweist Arafura auf Fortschritte bei mehreren staatlich flankierten Finanzierungsquellen:

  • Export Finance Australia (EFA): bedingte Zustimmung für ein Eigenkapital-Investment von bis zu 100 Mio. US-Dollar
  • US Export-Import Bank (EXIM): unverbindliches Interessensschreiben für Unterstützung von bis zu 300 Mio. US-Dollar
  • Deutscher Rohstofffonds: Prüfphase für ein mögliches 50 Mio. Euro-Eigenkapital-Investment abgeschlossen; der Vorgang liegt nun bei gesetzgebenden und regulatorischen Stellen zur Genehmigung

Außerdem wurde Arafura als eines von nur zwei priorisierten Projekten im Rahmen des im Vorjahr angekündigten US-Australien-Programms für kritische Rohstoffe genannt.

Verzögerungen: Management verteidigt Zeitplan

Auf dem Investorentreffen gestern hakte die Aktionärsseite wegen der wiederholten Verschiebungen nach. Geschäftsführer Darryl Cuzzubbo sagte laut ABC News heute, rund 90% der Finanzierung seien entweder zugesagt oder stünden unter finaler Genehmigung.

Zugleich betonte er, man versuche Verhandlungen mit Ankerinvestoren zu beschleunigen und sich effizient durch neue, komplexe staatliche Eigenkapitalprogramme zu arbeiten. Operativ stellte Arafura zudem die Weichen für die nächste Phase: Hatch wurde als bevorzugter Partner für Engineering, Procurement und Construction Management benannt – ein Signal, dass die Bauvorbereitung voranschreitet.

Im Marktumfeld verwies das Management in der Ergebnis-Telefonkonferenz darauf, dass der NdPr-Preis zuletzt auf dem Asian Metal Index über 100 US-Dollar je Kilogramm gestiegen sei. China kontrolliere weiterhin rund 90% des globalen Angebots; eine strukturelle Diversifizierung der Lieferkette werde Jahre dauern.

Der Bergbauminister des Northern Territory, Gerard Maley, bezeichnete die Finanzierung bei Projekten dieser Größenordnung laut ABC News als komplex und zeitintensiv. Arafura bleibt damit bei der neuen Zielmarke: FID in H1 2026.

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