Arafura Aktie: FID verzögert
Arafura Rare Earths kommt bei der Finanzierung des Nolans-Projekts voran, schiebt die finale Investitionsentscheidung (FID) aber erneut nach hinten. Das Unternehmen peilt die FID nun in der ersten Hälfte des laufenden Kalenderjahres an. Der Grund: Die Finanzierung läuft über mehrere, teils staatliche Programme – und die brauchen Zeit.
Wichtige Punkte auf einen Blick:
- Kassenbestand stieg bis Ende Dezember auf 571 Mio. A$
- Gesamtfinanzierungsbedarf für Nolans: 1,6 Mrd. A$
- Laut Management sind rund 90% der Finanzierung bereits zugesagt oder stehen kurz vor der finalen Genehmigung
Geldzufluss durch Kapitalmaßnahme
Der starke Anstieg der Liquidität geht vor allem auf eine im Dezember abgeschlossene Platzierung in zwei Tranchen zurück. Dabei flossen 475 Mio. A$ (vor Kosten) in die Kasse. Zusätzlich brachte ein Share Purchase Plan weitere 6,4 Mio. A$.
Im Call zum Quartalsbericht erklärte das Management, dass damit inzwischen etwa 90% des gesamten Finanzierungsbedarfs von 1,6 Mrd. A$ entweder fest zugesagt seien oder nur noch die finale Freigabe benötigen.
Zeitplan rutscht weiter
Trotz der Fortschritte verschiebt Arafura die FID erneut. Ursprünglich stand „Anfang 2025“ im Raum, später „Q1 2026“ – nun lautet das Ziel erstes Halbjahr 2026.
Ein offener Baustein ist die Bestätigung einer Beteiligung durch den German Raw Materials Fund. Laut Call läuft hierzu eine vertiefte Prüfung für zunächst 50 Mio. Euro. Eine mögliche zweite Tranche über weitere 50 Mio. Euro hängt davon ab, ob zusätzliche Abnahmeverträge (Offtake Agreements) zustande kommen.
Außerdem will das Unternehmen Vereinbarungen mit sogenannten Cornerstone-Investoren bis Ende März abschließen. Das soll den Weg für eine Aktionärsabstimmung im zweiten Quartal ebnen. Wann wird aus der weitgehend gesicherten Finanzierung tatsächlich eine belastbare FID? Arafura setzt dafür klar auf die noch ausstehenden Zusagen und formalen Freigaben.
Markt und Umsetzung: NdPr teurer, EPCM steht
Im Marktumfeld verweist das Management auf deutlich gestiegene Preise für NdPr (Neodym-Praseodym): über 80% Plus in den vergangenen zwölf Monaten. Zuletzt habe der Preis auf dem Asian Metal Index wieder über 100 US-Dollar je Kilogramm gelegen.
Als Treiber nannte das Unternehmen verschärfte chinesische Exportkontrollen (seit Oktober) sowie eine anschließende, auf zwölf Monate angelegte Handelsruhe zwischen China und den USA. China kontrolliere weiterhin rund 90% des globalen Angebots.
Operativ stellte Arafura zudem die Projektorganisation um: Hatch Ltd wurde als bevorzugter Anbieter für Engineering, Procurement and Construction Management (EPCM) benannt. Statt eines integrierten Projektteam-Modells setzt das Unternehmen damit auf einen klassischen EPCM-Ansatz mit klarer Verantwortung „aus einer Hand“. Zusätzlich liegt laut Quartalsbericht ein unverbindliches Interessensschreiben der US-Export-Import Bank für eine Finanzierung von bis zu 300 Mio. US-Dollar vor.
Bis Ende März sollen die Cornerstone-Vereinbarungen stehen; danach wäre im Q2 eine Aktionärsabstimmung möglich – parallel dazu wartet der Markt auf die finalen Bestätigungen aus den noch offenen Finanzierungselementen, insbesondere rund um den German Raw Materials Fund.
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