Arafura Aktie: Überraschender Gewinndurchbruch!
Die Aktie von Arafura Rare Earths (ASX: ARU) hat in den vergangenen Handelstagen um rund 5 % auf etwa 0,305 AUD zugelegt. Auslöser ist die in Kürze anstehende Final Investment Decision (FID) für das Nolans-Projekt, das als zentrales Wachstumsvorhaben des Unternehmens gilt. Mit dem für das erste Quartal 2026 angekündigten FID-Termin nur noch wenige Wochen entfernt, rückt die Frage in den Mittelpunkt, ob der Beschluss den nächsten Kursimpuls liefern kann.
Kursentwicklung im Zeichen der FID
Der jüngste Kursanstieg fällt in eine Phase, in der Arafura in eine entscheidende Entwicklungsstufe eintritt. Die Aktie hat eine zuvor bestehende Seitwärtsrange nach oben verlassen, wobei die Marke von 0,30 AUD nun als wichtige psychologische Unterstützung gilt.
Wesentliche Eckdaten zur Performance:
- Kursplus seit Jahresbeginn 2026: rund 9–11 %
- Kursanstieg im Kalenderjahr 2025: 134,78 %, deutlich über dem S&P/ASX 200
- 52-Wochen-Spanne: 0,11 bis 0,62 AUD
Die weite Handelsspanne unterstreicht die hohe Volatilität rund um Finanzierungs- und Projektmeilensteine. Die Umsätze im Handel liegen erhöht, da institutionelle und private Investoren die Wahrscheinlichkeit einer positiven FID-Entscheidung einschätzen.
Kapitalerhöhung und Finanzierungspaket
Ende 2025 hat Arafura seine Bilanz mit einer umfangreichen Kapitalmaßnahme deutlich gestärkt. Insgesamt flossen rund 481,4 Mio. AUD zu:
- Institutionelles Placement: 475 Mio. AUD
- Aktienkaufprogramm für Privatanleger (SPP): 7,1 Mio. AUD
Zentrales Element ist eine strategische Investition von Hancock Prospecting über 125 Mio. AUD. Der Bergbaukonzern hält damit 15,7 % an Arafura. Marktteilnehmer werten dieses Engagement als klares Signal für die wirtschaftliche Attraktivität und die strategische Bedeutung des Nolans-Projekts.
Das Eigenkapitalpolster wird durch bedingte Fremdfinanzierungszusagen über insgesamt 1,05 Mrd. USD ergänzt. Diese Summe deckt einen Großteil der veranschlagten Projektinvestitionen für Nolans, die sich auf 1,226 Mrd. USD belaufen.
Breite staatliche Unterstützung
Das Nolans-Projekt wird von mehreren staatlichen Institutionen aus Partnerländern unterstützt:
- Export Finance Australia: bedingte Zusage für bis zu 100 Mio. USD Eigenkapital
- US Export-Import Bank: „Letter of Interest“ für eine mögliche Finanzierung bis zu 300 Mio. USD
- Deutscher Rohstofffonds: geplante Beteiligung von 100 Mio. EUR, derzeit in der Due-Diligence-Prüfung
Darüber hinaus ist Nolans Teil des im Oktober 2025 angekündigten „US-Australia Critical Minerals Framework“ und gehört dort zu nur zwei priorisierten Projekten. Dieses multilaterale Konstrukt spiegelt den strategischen Anspruch wider, Lieferketten für Seltene Erden außerhalb Chinas aufzubauen.
Rückenwind aus dem Sektor
Die Bewertung von Arafura profitiert von einem insgesamt freundlichen Umfeld für Seltene-Erden-Werte. Chinesische Exportbeschränkungen für Permanentmagnete treffen auf steigende Nachfrage aus der Elektromobilität und dem Windenergiesektor. Dadurch wächst der Bedarf an alternativen Bezugsquellen.
Laut Unternehmensangaben dürfte sich die globale Nachfrage nach Seltenen Erden in den kommenden zehn Jahren etwa verdoppeln. Gleichzeitig kontrolliert China derzeit 90–99 % der weltweiten Wertschöpfungskette in diesem Bereich – ein Risiko für westliche Industriekonzerne, die auf sichere Versorgung angewiesen sind.
Ausblick: Projektpfad nach der FID
Ein positiver FID-Beschluss wäre der Startschuss für den großangelegten Bau der ersten vollständig integrierten „Ore-to-Oxide“-Anlage für Seltene Erden in Australien. Die geplante Jahresproduktion von 4.440 Tonnen Neodym-Praseodym-Oxid (NdPr) entspräche rund 4 % der weltweiten Versorgung mit Magnet-Seltenen-Erden.
Der Zeitplan von Arafura sieht etwa 42 Monate vom FID-Beschluss bis zum Produktionsbeginn vor. Für die aktuelle Bewertung sind vor allem drei Faktoren zentral: die gestärkte Bilanz, der strategische Ankeraktionär Hancock Prospecting sowie die abgestimmte Unterstützung durch staatliche Institutionen aus Australien, den USA, Deutschland und Südkorea.
Im Mittelpunkt steht nun die FID-Entscheidung, die für das laufende Quartal angekündigt ist und den weiteren Projekt- und Kursverlauf maßgeblich prägen dürfte.
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