Silberanleger durchleben derzeit eine Phase extremer Turbulenzen, die selbst hartgesottene Marktteilnehmer überrascht. Was als Korrektur begann, wandelte sich durch eine Personalentscheidung in Washington schnell zu einem massiven Ausverkauf, der sämtliche Gewinne der vergangenen Wochen zunichte machte. Die zentrale Frage lautet nun: Ist dies das Ende des Bullenmarktes oder eine überfällige Bereinigung heißgelaufener Kurse?

  • Dramatischer Einbruch: Auf Sicht von 7 Tagen verlor das Edelmetall 28,78 Prozent an Wert.
  • Der Auslöser: Die Nominierung des als „Falken“ geltenden Kevin Warsh zum neuen US-Notenbankchef.
  • Der Beschleuniger: Erhöhte Sicherheitsanforderungen (Margins) führten zu einer Kaskade an Zwangsverkäufen.

Der "Warsh-Schock" wirkt

Verantwortlich für die massive Verkaufswelle ist primär die Angst vor einer strafferen US-Geldpolitik. Die Nominierung von Kevin Warsh als Nachfolger an der Spitze der Federal Reserve durch US-Präsident Donald Trump hat die Märkte auf dem falschen Fuß erwischt. Warsh steht für einen starken Dollar und eine Bilanzreduzierung der Notenbank – ein Szenario, das für zinslose Anlagen wie Edelmetalle Gift ist.

Sollten Anleger Gewinne mitnehmen? Oder startet bei Silber Preis gerade der nächste Boom?

Investoren preisen nun rasch steigende Anleiherenditen und eine Aufwertung des US-Dollars ein. Da Silber in Dollar gehandelt wird, verteuert dies den Rohstoff für Käufer aus anderen Währungsräumen erheblich. Diese fundamentale Neubewertung löste eine sofortige Flucht aus dem Sektor aus, die auch den Goldpreis in Mitleidenschaft zog.

Teufelskreis aus Margin Calls

Die Geschwindigkeit des Absturzes lässt sich jedoch nicht allein fundamental erklären. Markttechnische Faktoren wirkten als Brandbeschleuniger. Nachdem die Terminbörse CME Group die Sicherheitsanforderungen für den Handel heraufgesetzt hatte, gerieten zahlreiche spekulative Positionen unter Wasser.

Die Folge waren massive Margin Calls: Trader mussten ihre Positionen zwangsweise liquidieren, um die neuen Anforderungen zu erfüllen. Dieser Verkaufsdruck traf auf einen Markt, der sich zuvor preislich mehr als verdoppelt hatte. Die extrem hohe Volatilität von annualisiert 97,76 Prozent verdeutlicht die Nervosität der Akteure. Der gestrige Schlusskurs von 79,89 USD zeigt zwar eine leichte Stabilisierung, liegt jedoch meilenweit vom 52-Wochen-Hoch bei 116,89 USD entfernt.

Trotz des Kursrutsches bleiben physische Stützpfeiler bestehen. Die industrielle Nachfrage, speziell aus dem Technologiesektor, trifft weiterhin auf ein begrenztes Angebot, verschärft durch Berichte über Exportbeschränkungen aus China. Entscheidend für die weitere Entwicklung wird sein, ob die Marke um 80 USD in den kommenden Tagen nachhaltig verteidigt werden kann. Ein Bruch dieser Unterstützung würde den Weg für weitere technische Verkäufe ebnen, während eine Bodenbildung den Fokus wieder auf die fundamentale Knappheit lenken könnte.

Silber Preis: Kaufen oder verkaufen?! Neue Silber Preis-Analyse vom 03. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Silber Preis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Silber Preis-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 03. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Silber Preis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...