Mit einer Marktkapitalisierung von vier Billionen Dollar startet Apple in das Börsenjahr 2026, doch die Einigkeit an der Wall Street bröckelt. Während einige Experten im anstehenden KI-Abonnement den nächsten großen Kurstreiber sehen, warnen andere Analysten vor einer Überhitzung. Anleger befinden sich aktuell in einem Spannungsfeld zwischen enormen Wachstumshoffnungen und der Realität historisch hoher Bewertungskennzahlen.

Gespaltenes Analystenlager

Der Tech-Gigant sieht sich zu Jahresbeginn mit widersprüchlichen Signalen konfrontiert. Das Analysehaus Raymond James hat die Beobachtung der Aktie mit einem "Market Perform"-Rating wieder aufgenommen und dämpft damit die Euphorie. Die Begründung zielt auf die Bewertung ab: Bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 31 auf Basis der Gewinnschätzungen für 2027 sei wenig Spielraum nach oben. Der Erfolg des iPhone 17 Zyklus sei im aktuellen Kurs von rund 271 US-Dollar bereits weitgehend eingepreist.

Ganz anders bewertet Evercore ISI die Lage. Hier wurde das Kursziel angehoben, wobei die Analysten einen "beträchtlichen Katalysator" in der KI-Strategie des Konzerns identifizieren. Der Fokus liegt dabei auf der Monetarisierung durch Software, die den Unternehmenswert pro Aktie signifikant steigern könnte.

Strategiewechsel: Software vor Hardware

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Um die Abhängigkeit von schwankenden Hardware-Verkäufen zu reduzieren, forciert Apple den Ausbau wiederkehrender Einnahmequellen.

  • Neues Abo-Modell: Berichten zufolge steht der Start von "Apple Intelligence Pro" noch im Januar 2026 bevor. Das Premium-Abo für 9,99 US-Dollar pro Monat soll die riesige Nutzerbasis des iPhone 17 monetarisieren.
  • Rückzug bei Vision Pro: Im Gegensatz zur Software-Offensive wird die Produktion des "Vision Pro" Headsets gedrosselt. Nach schwachen Akzeptanzraten Ende 2025 scheint sich der Konzern von der ursprünglichen Roadmap für "Spatial Computing" zu lösen und Ressourcen womöglich auf zugänglichere Wearables umzuschichten.

Regulatorischer Gegenwind aus Europa

Neben den internen strategischen Anpassungen muss sich das Unternehmen auch neuen rechtlichen Realitäten stellen. Seit dem 1. Januar 2026 greifen die neuen Interoperabilitätsanforderungen des Digital Markets Act (DMA) der EU. Erstmals müssen Wearables und digitale Geldbörsen von Drittanbietern unter den gleichen Bedingungen wie die Apple Watch und Apple Pay funktionieren. Marktbeobachter werten dies als Risiko für die hochprofitablen Service-Umsätze in Europa, da die Exklusivität des Apple-Ökosystems aufgeweicht wird.

Die Aktie notiert nach der ersten Handelswoche des Jahres knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 273,81 US-Dollar und befindet sich in einer Konsolidierungsphase. Entscheidend für die weitere Richtung dürfte der erwartete Berichtstermin am 29. Januar 2026 sein, wenn sich zeigen muss, ob die neuen KI-Erlöse stark genug sind, um die hohen Bewertungsmultiplikatoren und die regulatorischen Risiken auszugleichen.

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