Apple Aktie: Gegenwind nimmt zu
Der Tech-Gigant kämpft an zwei Fronten: Während das Prestige-Projekt Vision Pro zu scheitern droht, bremsen Analysten die Euphorie um den Aktienkurs. Trotz solider Kerngeschäfte mehren sich die Zweifel am weiteren Aufwärtspotenzial bei der aktuellen Bewertung.
Vorsichtige Analystenstimmen
Die Investmentbank Raymond James hat die Bewertung der Apple-Papiere am vergangenen Freitag mit einem „Market Perform“-Rating wiederaufgenommen – eine klare Abstufung gegenüber der früheren Kaufempfehlung („Outperform“). Analystin Melissa Fairbanks sieht die aktuelle Bewertung als Haupthindernis. Zwar sind die Fundamentaldaten des Konzerns weiterhin stark, doch diese seien bereits weitgehend im Kurs eingepreist. Zudem wird es bei einer Nutzerbasis von 2,4 Milliarden Menschen zunehmend schwieriger, durch bloße Upgrade-Zyklen noch signifikantes Wachstum zu generieren. Auf Sicht von zwölf Monaten hinkt die Aktie mit einem Plus von rund 11 Prozent dem S&P 500 bereits hinterher.
Vision Pro vor dem Aus?
Noch drastischer sieht die Lage beim Headset Vision Pro aus. Berichten der Financial Times zufolge hat Apple sowohl Produktion als auch Marketing für das 3.499 Dollar teure Gerät massiv zurückgefahren. Die Ausgaben für digitale Werbung sanken in Schlüsselmärkten um mehr als 95 Prozent. Auch die Fertigung wurde drastisch gedrosselt: Der chinesische Partner Luxshare soll die Produktion zu Jahresbeginn 2025 sogar gestoppt haben.
Schätzungen von IDC gehen von lediglich 45.000 ausgelieferten Einheiten im wichtigen Weihnachtsquartal 2025 aus. Morgan Stanley fasst die Probleme prägnant zusammen: Der hohe Preis, das klobige Design und das Fehlen nativer Apps haben eine breite Akzeptanz verhindert.
Kerngeschäft als Stabilitätsanker
Ungeachtet der Probleme in der Hardware-Nische brummt der Motor im Kerngeschäft weiter. Mit einem Rekordumsatz von 416 Milliarden Dollar im Geschäftsjahr 2025 beweist Apple seine Finanzkraft. Besonders die Servicesparte glänzt mit einer Bruttomarge von rund 75 Prozent und einem Umsatzplus von 15 Prozent auf ein neues Allzeithoch. Auch das iPhone-Geschäft wuchs zuletzt um 6 Prozent, getrieben von soliden Verkaufszahlen im September-Quartal.
Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird nun der 28. Januar 2026. Dann gewährt der Konzern Einblick in die Bücher des Weihnachtsquartals. Anleger werden dabei besonders auf den Ausblick zur KI-Integration achten müssen, um zu bewerten, ob das im historischen Vergleich hohe Kurs-Gewinn-Verhältnis von 36 weiterhin gerechtfertigt ist.
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