Wenn man sich überlegt, welche Worte wie Musik in den Ohren klingen, dürfte der Begriff "Klärschlammverordnung" nicht unbedingt zuerst aus dem Gedächtnis springen. Doch eben das führt momentan bei Andritz zu erfreulichen Entwicklungen. Der österreichische Anlagenbauer verkündete kürzlich ein ansehnliches Plus bei den Auftragseingängen aus dem vergangenen Jahr.

Genau das ist zu nicht unwesentlichen Teilen auf eine Novelle besagter Klärschlammverordnung in Deutschland zurückzuführen. dort ist vorgesehen, dass große Anlagen ab 2029 und mittlere Anlagen ab 2032 Phosphor aus Klärschlamm zurückgewinnen müssen. Das Thema ist aufgrund des Irankriegs, der zu einem Mangel an Düngemittel führen könnte, von besonderer Bedeutung.

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Andritz angelt sich Aufträge

Um der neuen Richtlinie gerecht werden zu können, müssen die Betreiber schon jetzt entsprechende Maßnahmen treffen und neue Anlagen zum Einsatz bringen. Genau an dieser Stelle kommt Andritz ins Spiel. Das Unternehmen konnte nach eigenen Angaben im vergangenen Geschäftsjahr in Deutschland gleich drei Großaufträge für vollständige Klärschlamm-Monoverbrennungsanlagen an Land ziehen.

Genaue finanzielle Kennzahlen zu den entsprechenden Projekten lieferte Andritz zwar nicht. Bei einem Großprojekt in Böblingen soll es aber um einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag gehen. Es darf vermutet werden, dass auch die anderen zwei Aufträge dem Unternehmen mit Sicherheit nicht schaden werden.

Untröstlich

Verbunden mit solchen Neuigkeiten ist natürlich auch ein wenig die Hoffnung darauf, dass weitere Aufträge folgen mögen. Das sorgt für freundliche Aussichten, welche in einem schwierigen Marktumfeld für steigende Kurse aber noch nicht ausreichen. Die Andritz-Aktie bekam es zuletzt mit Gewinnmitnahmen zu tun und der Kurs pendelte sich am Montagmorgen nach weiteren leichten Verlusten bei 62,95 Euro ein.

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