ams OSRAM Aktie: Umbau in vollem Gang
Jubiläum und Stellenabbau gleichzeitig — das ist das widersprüchliche Bild, das ams OSRAM dieser Tage abgibt. Während der Konzern auf der Messe Light + Building in Frankfurt das 120-jährige Bestehen der Marke OSRAM feierte, läuft im Hintergrund einer der tiefgreifendsten Umbauten der Unternehmensgeschichte.
Verkäufe sollen Schulden drücken
Den ersten Schritt zur Entschuldung hat ams OSRAM bereits vollzogen: Am 2. März 2026 wurde der Verkauf der Sparte „Entertainment and Industry Lamps" an den japanischen Beleuchtungsspezialisten Ushio für 114 Millionen Euro abgeschlossen. Das Segment hatte 2024 noch rund 170 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet — der Konzern trennte sich dennoch bewusst davon, um den Fokus zu schärfen.
Der deutlich größere Hebel folgt im zweiten Quartal: Der Verkauf des nicht-optischen Sensorgeschäfts an Infineon soll 570 Millionen Euro in bar einbringen und die Verschuldungsquote von 3,3x auf 2,5x senken.
Parallel dazu greift das Sparprogramm „Simplify": Bis 2028 sollen jährlich 200 Millionen Euro eingespart werden. Rund 2.000 Stellen fallen weltweit weg, besonders in Deutschland. In Regensburg werden reife Produktlinien nach Asien verlagert, in Herbrechtingen sind rund 250 Beschäftigte betroffen, und der Standort Schwabmünchen wird mit etwa 270 Stellen geschlossen.
Zahlen verbessern sich — Ausblick bleibt verhalten
Die Maßnahmen zeigen messbare Wirkung. Der Nettoverlust sank 2025 auf 130 Millionen Euro — nach 786 Millionen Euro im Vorjahr. Im vierten Quartal übertraf das Unternehmen mit einem Umsatz von 874 Millionen Euro und einer bereinigten EBITDA-Marge von 18,4 Prozent die Analystenerwartungen. Zudem verzeichnete ams OSRAM 2025 ein Allzeithoch bei Design-Wins im Halbleiterbereich von über 5 Milliarden Euro.
Für das erste Quartal 2026 erwartet das Management jedoch einen deutlichen Rückgang: Der Umsatz soll zwischen 710 und 810 Millionen Euro liegen, die bereinigte EBITDA-Marge bei rund 15 Prozent — spürbar unter dem Q4-Niveau. Desinvestitionen, Währungsgegenwind und steigende Edelmetallpreise belasten vorübergehend.
Strategisch richtet sich ams OSRAM auf das Feld „Digital Photonics" aus — die Kombination optischer Halbleiter mit intelligenter Elektronik für Anwendungen in der Automobilindustrie, bei AR-Brillen, in der Biosensorik und in KI-Rechenzentren. Bis 2030 peilt der Konzern Margen von über 25 Prozent an.
Den nächsten konkreten Gradmesser liefern die Quartalszahlen am 20. März 2026: Dann wird sich zeigen, ob „Simplify" bei Entschuldung und operativer Marge planmäßig greift.
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