Der Konzernumbau bei ams OSRAM nimmt Form an — und die OSRAM-Marke spielt dabei eine wachsende Rolle. Statt Produkte selbst herzustellen, kassiert das Unternehmen zunehmend Lizenzgebühren. Der jüngste Schritt: Der chinesische Beleuchtungsspezialist Eaglerise lizenziert ab März 2026 LED-Treiber unter dem OSRAM-Label für die Regionen APAC und EMEA.

Der Wechsel erfolgt nahezu nahtlos. Eine auslaufende Markenlizenzkooperation für LED-Treiber endet am 3. April 2026 — Eaglerise übernimmt die Rolle ab sofort. Für ams OSRAM bedeutet das Lizenzeinnahmen ohne eigenes Produktionsrisiko in einem Volumensegment.

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Lizenzgeschäft als Baustein der Neuausrichtung

Das IP-Geschäft ist kein Einzelfall. Seit dem Start des dedizierten IP-Offerings-Programms im Jahr 2025 hat ams OSRAM mehrere Kooperationen geschlossen: EURES GmbH für Konsumentenbatterien, Ziwooo Biotechnology für Gesundheits- und Schönheitsprodukte und nun Eaglerise für LED-Treiber. Das Muster ist klar — die traditionsreiche Marke wird zum kapitalleichten Ertragsbringer ausgebaut.

Flankiert wird diese Strategie durch den Verkauf von Geschäftsbereichen. Anfang März schloss ams OSRAM den Verkauf des Entertainment- und Industrie-Lampengeschäfts an Ushio Inc. für 114 Millionen Euro ab. Noch bedeutsamer ist die bevorstehende Übernahme des Sensorikgeschäfts durch Infineon für 570 Millionen Euro — der Abschluss wird im zweiten Quartal 2026 erwartet, vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen. Gemeinsam sollen diese Transaktionen den Verschuldungsgrad von 3,3 auf rund 2,5 drücken.

Belastetes Quartal vor den Mai-Zahlen

Das operative Umfeld bleibt kurzfristig schwierig. Währungseffekte und volatile Edelmetallpreise belasten das laufende Quartal erheblich — allein der starke US-Dollar kostet den Konzern rund 50 Millionen Euro und dürfte zu einem sequenziellen Umsatzrückgang von bis zu 19 Prozent führen.

Am 7. Mai legt ams OSRAM die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vor. Dann wird sich zeigen, wie stark das Lizenzgeschäft und laufende Effizienzprogramme die schwache Umsatzentwicklung abfedern konnten. Mittelfristig peilt das Unternehmen im Rahmen seines Sparprogramms „Simplify" ein bereinigtes EBITDA von mindestens 25 Prozent sowie jährliche Wachstumsraten im mittleren bis hohen einstelligen Bereich bis 2030 an.

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