Die Baader Bank hat ihre Kaufempfehlung für ams OSRAM heute bestätigt und setzt das Kursziel bei 12,60 Schweizer Franken — rund 47 Prozent über dem aktuellen Kursniveau. Hinter dieser Einschätzung steckt eine konkrete Gewinnprognose, die den Umbau des Konzerns in Zahlen übersetzt.

Für 2026 rechnen die Analysten noch mit einem Verlust von 0,51 Euro je Aktie. Die Kosten des laufenden Transformationsprogramms „Simplify" und die Entflechtung von Randbereichen hinterlassen kurzfristig Spuren. Ab 2027 dreht das Bild: Die Baader Bank erwartet einen Gewinn je Aktie von 0,36 Euro, der sich bis 2028 auf 0,90 Euro mehr als verdoppeln soll. Dividenden sind in diesem Zeitraum nicht vorgesehen — der Fokus liegt auf der Bilanzstärkung.

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Portfolio-Bereinigung auf der Zielgeraden

Die Basis für diesen Ausblick liefert das abgelaufene Geschäftsjahr 2025. ams OSRAM erzielte einen Umsatz von 3,32 Milliarden Euro, eine bereinigte EBITDA-Marge von 18,3 Prozent und einen freien Cashflow von 144 Millionen Euro — trotz laufender Restrukturierung ein solides Ergebnis.

Parallel schreitet die Portfolio-Bereinigung voran. Der Verkauf des Lampengeschäfts an Ushio wurde Anfang März abgeschlossen. Die Veräußerung des nicht-optischen Sensorgeschäfts an Infineon für rund 570 Millionen Euro steht kurz vor dem Abschluss, erwartet für das zweite Quartal 2026. Was bleibt, ist der Kern: digitale Photonik — ein Bereich, in dem das Unternehmen 2025 ein Allzeithoch bei Design-Wins verzeichnete, die ein künftiges Umsatzvolumen von über fünf Milliarden Euro repräsentieren.

Effizienz als Renditehebel

Das „Simplify"-Programm zielt auf jährliche Einsparungen von 200 Millionen Euro bis 2028. Rund 2.000 Stellen sollen weltweit abgebaut werden, um die Kostenstruktur an das schlankere Portfolio anzupassen. Das langfristige Ziel: eine bereinigte EBITDA-Marge von über 25 Prozent im Halbleiterbereich bis 2030.

Den ersten konkreten Stresstest liefern die Q1-Zahlen am 7. Mai 2026. ams OSRAM erwartet für das erste Quartal Erlöse zwischen 710 und 810 Millionen Euro bei einer bereinigten EBITDA-Marge von rund 15 Prozent — deutlich unter dem Jahresziel, was die saisonalen Effekte und die Entkonsolidierung der verkauften Bereiche widerspiegelt. Wie schnell sich der Margenpfad danach normalisiert, wird zeigen, ob die Analystenprognosen für 2027 und 2028 auf stabilem Fundament stehen.

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