Amgen Aktie: Strategische Offensive
Amgen setzt im Kampf um die Zukunft im Biotech-Sektor ein klares Zeichen. Innerhalb von nur 48 Stunden gab der Konzern zwei Deals mit einem Gesamtvolumen von über 1,4 Milliarden US-Dollar bekannt. Doch die Reaktion der Anleger fiel zunächst verhalten aus. Sie müssen abwägen, ob die langfristigen Chancen der Pipeline-Erweiterung die kurzfristigen Kapitalabflüsse rechtfertigen.
Doppelschlag in der Onkologie
Mit zwei strategischen Zukäufen stärkt Amgen gezielt sein Krebsforschungsgeschäft. Am 8. Januar 2026 bestätigte das Unternehmen die Übernahme des britischen Biotech-Unternehmens Dark Blue Therapeutics für bis zu 840 Millionen Dollar. Der Deal verschafft Amgen Zugang zu einem Molekül in der Erprobung zur Behandlung von akuter myeloischer Leukämie (AML).
Gleichzeitig ging Amgen am 7. Januar eine exklusive Lizenzvereinbarung mit dem Kölner Unternehmen DISCO Pharmaceuticals ein. Diese Partnerschaft zielt auf die Entwicklung von Wirkstoffkandidaten gegen ein spezifisches Krebszielmolekül ab und umfasst Zahlungen von bis zu 618 Millionen Dollar. Diese Investitionen unterstreichen den Fokus des Konzerns, Wachstumstreiber jenseits seiner etablierten Blockbuster-Medikamente zu sichern.
Gemischte Marktreaktion
Die unmittelbare Reaktion der Märkte auf diese Offensive fiel durchwachsen aus. An der US-Börse notierte die Amgen-Aktie zum Handelsende am 8. Januar bei 330,05 Dollar – ein Minus von 3,39%, während der breite Markt zulegte. In Europa zeigte sich die Aktie am Folgetag mit rund 283,65 Euro stabiler. Diese Diskrepanz deutet darauf hin, dass Anleger die hohen Investitionskosten zunächst verdauen müssen.
Analysten sehen langfristiges Potenzial
Trotz der kurzfristigen Unsicherheit sehen institutionelle Beobachter Potenzial. Die Investmentbank UBS hält an einer „Buy“-Einstufung für Amgen fest und bekräftigt ein Kursziel von 380 Dollar. Diese Einschätzung legt nahe, dass Analysten den Kursrückgang eher als temporäre Reaktion auf die Kapitalausgaben denn als fundamentales Problem der Strategie werten.
Der Deal mit Dark Blue Therapeutics hatte zudem einen spürbaren Nebeneffekt im deutschen Biotech-Sektor: Die Evotec-Aktie legte spürbar zu, da das Unternehmen eine geschätzte 20%-Beteiligung an dem übernommenen Unternehmen hält.
Für Amgen selbst rückt nun die Integration der neuen Assets in den Fokus. Die Märkte blicken zudem gespannt auf das Fortschreiten des „MariTide“-Adipositas-Programms, das 2026/27 wichtige Impulse liefern soll. Der nächste konkrete Anhaltspunkt für Anleger sind die Unternehmensupdates am 2. Februar 2026.
Amgen-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Amgen-Analyse vom 10. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Amgen-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Amgen-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Amgen: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








