Während geopolitische Spannungen und steigende Ölpreise den breiten Markt belasten, rückt bei Advanced Micro Devices (AMD) die langfristige Wachstumsstory in den Fokus. Analysten untermauern derzeit mit sehr optimistischen Prognosen die Erwartungen an das Geschäft mit Rechenzentren. Treiber dieser Entwicklung ist die nächste Stufe der Künstlichen Intelligenz, die dem Chipentwickler in den kommenden Jahren eine massive Ausweitung der Umsätze bescheren soll.

Agentic AI als Wachstumsmotor

Ein wesentlicher Grund für die positive Stimmung ist das Aufkommen der sogenannten "Agentic AI" sowie die anhaltend hohe Nachfrage nach Server-Prozessoren. Experten gehen davon aus, dass diese Technologien als Doppelmotor für eine langfristige Expansion dienen. Konkret erwarten Marktbeobachter, dass die Einnahmen von AMD im Bereich der Rechenzentren von rund 17 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf 58 bis 77 Milliarden US-Dollar in den Jahren 2027 bis 2028 nach oben schnellen werden.

Trotz der rosigen Zukunftsaussichten zeigt sich das aktuelle Marktumfeld herausfordernd. Der Titel ging am Montag bei 171,04 Euro aus dem Handel und verzeichnet damit seit Jahresbeginn ein Minus von gut zehn Prozent. Verantwortlich für die jüngste Zurückhaltung sind unter anderem die geopolitische Lage in Westasien und ein Ölpreis von über 100 US-Dollar pro Barrel.

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Entsprechend gehen die Meinungen an der Wall Street derzeit auseinander:
* Aletheia Capital: Kaufempfehlung mit Kursziel 330 US-Dollar
* Bank of America: Top-Pick (neben Nvidia und Broadcom) mit Kursziel 280 US-Dollar
* Erste Group: Abstufung auf "Hold"

Neue Wege in der Produktion

Um die gigantische Nachfrage künftig bedienen zu können, ordnet sich die Lieferkette der Halbleiterbranche neu. Da die 2-Nanometer-Kapazitäten des Auftragsfertigers TSMC Berichten zufolge bis 2028 vollständig ausgebucht sind, rücken Alternativen in den Fokus. Konkurrent Samsung hat seine Ausbeute bei der 2-Nanometer-Fertigung auf etwa 60 Prozent verbessert und verhandelt aktiv mit Großkunden wie AMD über zukünftige Produktionsaufträge.

Parallel dazu treibt der Ausbau gewaltiger KI-Rechenzentren den Bedarf an Hochleistungschips weiter an. Exklusive Verhandlungen der US-Armee über neue Anlagen in Texas und Utah, die ab 2027 fortschrittliche KI-Modelle für Verteidigungsstrategien nutzen sollen, unterstreichen diese systemischen Investitionen.

Die Verlagerung von Produktionskapazitäten zu Herstellern wie Samsung ist für AMD ein entscheidender Hebel, um die prognostizierte Umsatzvervielfachung im Bereich der Rechenzentren tatsächlich zu realisieren. Die Sicherung ausreichender Fertigungskapazitäten bleibt angesichts der ausgebuchten TSMC-Werke die wichtigste operative Aufgabe für das Management, um die prognostizierte Nachfrage aus dem Infrastruktur-Ausbau bedienen zu können.

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