Mittwoch stark, Donnerstag schwach. AMDs Aktie gibt heute mehr als 6% nach und macht damit den Großteil der gestrigen Rallye wieder zunichte. Auslöser ist kein unternehmensinternes Problem, sondern das Scheitern von Friedensverhandlungen im Iran-Konflikt.

Diplomatisches Scheitern trifft den Sektor

Teheran lehnte am Donnerstag einen 15-Punkte-Friedensvorschlag formell ab. US-Präsident Trump reagierte mit einer scharfen Warnung. Die Risikobereitschaft an den Märkten brach daraufhin ein — der Nasdaq verlor 1,14%, Technologietitel standen besonders unter Druck. AMD fiel mit über 6% Minus ähnlich stark wie Meta (-7%) und Micron (-5,49%).

Der Kontrast zum Vortag ist frappierend. Am Mittwoch hatte AMD noch rund 7% zugelegt, getragen von Hoffnungen auf eine Waffenruhe sowie positiven Signalen rund um KI-Chip-Entwicklungen von Arm Holdings. Hinzu kamen Berichte über geplante CPU-Preiserhöhungen als Reaktion auf knappes Angebot und starke Nachfrage aus dem Rechenzentrumsbereich.

Ölpreis als Belastung für KI-Investitionen

Steigende Ölpreise spielen in dieser Gemengelage eine besondere Rolle. Energiekosten machen bis zu 60% der Betriebsausgaben von Rechenzentren aus. Sollten die Energiepreise dauerhaft hoch bleiben, könnten KI-Unternehmen ihre GPU-Käufe zurückfahren — was die Nachfrage nach Halbleitern insgesamt dämpfen würde.

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Einige Analysten sehen darin allerdings auch eine Chance für AMD: Als günstigere Alternative zu Nvidia könnte das Unternehmen gerade in einem kostensensiblern Umfeld Marktanteile gewinnen.

Solide Basis trotz Kursschwäche

Die fundamentalen Daten bleiben stark. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2025 wuchs der Umsatz um 34% auf 10,3 Milliarden Dollar. Der Jahresnettogewinn 2025 stieg um 164% auf 4,3 Milliarden Dollar. AMDs CPU-Marktanteil liegt inzwischen bei 29,2%.

Ein juristischer Unsicherheitsfaktor wurde im März bereits ausgeräumt: Am 9. März 2026 einigte sich AMD mit Adeia auf eine mehrjährige Lizenzvereinbarung, die einen Patentstreit rund um 3D-V-Cache-Technologie beilegte und das Risiko möglicher Importverbote beseitigte.

Die nächsten Quartalszahlen stehen am 5. Mai 2026 an — dann dürfte sich zeigen, inwieweit das operative Geschäft die geopolitischen Verwerfungen abfedern konnte.

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