Amazon Aktie: Schatten über das Tech-Imperium

Die Amazon-Aktie gerät von unerwarteter Seite unter Druck. Während sich alle Augen auf die großen Tech-Quartalszahlen richten, sorgen Probleme bei einem wichtigen Chip-Partner für Unruhe. Marvell Technology, ein Schlüsselzulieferer für Amazons Cloud-Geschäft, meldete Lieferengpässe - und das könnte teurer werden als gedacht.
Chip-Chaos bremst AWS-Ambitionen
Marvell Technology, einer der wichtigsten Halbleiter-Partner von Amazon Web Services, kämpft mit erheblichen Problemen. Das Unternehmen meldete eine "Inventarverdauung" bei seinem führenden Custom-Silicon-Kunden - gemeint ist Amazon. Die Situation ist brenzlig: Rund 45 bis 60 Tage soll es dauern, bis die bereits gelieferten Chip-Mengen vollständig verarbeitet sind.
Erst im vierten Quartal werden wieder reguläre Lieferungen erwartet. Für Amazon bedeutet das einen ungewollten Stillstand bei kritischen Rechenzentrum-Projekten. Marvells Custom-Compute-Geschäft, das maßgeblich von Amazon abhängt, wird im dritten Quartal sequenziell zurückgehen.
Milliardeninvestitionen in der Warteschleife
Die Verzögerungen treffen Amazon zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Der Konzern investiert Milliarden in den Ausbau seiner Cloud-Infrastruktur und kämpft gleichzeitig gegen wachsende Konkurrenz von Microsoft Azure und Google Cloud. Jeder verlorene Tag bei der Chip-Versorgung kostet nicht nur Geld, sondern auch Marktanteile.
Besonders bitter: Marvells Elektrooptik-Sparte, die ebenfalls für Amazon arbeitet, zeigt zwar weiterhin Wachstum - doch das kann die Ausfälle im Custom-Silicon-Bereich nicht kompensieren. Analysten sehen bereits erste Risse in Amazons sonst so perfekter Supply-Chain-Strategie.
Konkurrenz nutzt die Schwäche
Während Amazon mit Chip-Engpässen kämpft, positionieren sich andere Player aggressiver. Das Schweizer KI-Startup Zenline AI sammelte gerade 1,3 Millionen Euro ein, um europäische Einzelhändler gegen Amazon zu stärken. Mit KI-gesteuerten Sortimentsentscheidungen wollen sie den E-Commerce-Riesen dort treffen, wo es wehtut - beim Kerngeschäft.
Die Botschaft ist klar: Amazons Dominanz bröckelt, wenn die technische Infrastruktur nicht mithalten kann. Die Chip-Krise bei Marvell könnte nur der Anfang einer längeren Schwächephase sein.
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