Amazon Aktie: Analystenausblick
Amazon hat heute gleich zwei Meldungen geliefert, die unterschiedlicher kaum sein könnten: eine strategische KI-Partnerschaft für die Cloud-Sparte und ein öffentlicher Bruch mit einem Drohnen-Industrieverband aus Sicherheitsgründen. Hinter dieser Nachrichtenflut steckt ein Konzern, der gerade alles auf Wachstum setzt — und dafür kurzfristig hohe Kosten in Kauf nimmt.
AWS und Cerebras: Angriff auf Nvidias Dominanz
Amazon Web Services hat heute eine Zusammenarbeit mit dem KI-Chip-Spezialisten Cerebras Systems bekanntgegeben. Das Ziel ist konkret: die schnellsten verfügbaren KI-Inferenzlösungen für generative KI-Anwendungen und große Sprachmodelle bereitzustellen. AWS ist damit der erste Cloud-Anbieter, der Cerebras' sogenannte disaggregierte Inferenzlösung exklusiv über Amazon Bedrock anbietet.
Die Architektur dahinter trennt den Inferenzprozess in zwei Stufen: AWS-Trainium-Server übernehmen die Vorverarbeitung, Cerebras-CS-3-Systeme die Ausgabegenerierung. Beide Komponenten sind über das hauseigene Elastic Fabric Adapter-Netzwerk verbunden. Eine Weiterentwicklung der Architektur soll laut Ankündigung die Kapazität für schnelle Token-Verarbeitung auf das Fünffache steigern — bei gleichem Hardware-Footprint.
Der Deal positioniert AWS als Alternative zu den GPU-Clustern von Nvidia und verspricht eine zehnfach höhere Geschwindigkeit bei der Echtzeit-KI-Generierung. Cerebras selbst ist in diesem Segment bereits etabliert: Das Unternehmen verarbeitet für OpenAI, Meta und Cognition bis zu 3.000 Token pro Sekunde. Erst letzten Monat schloss Cerebras eine Series-H-Finanzierungsrunde über eine Milliarde Dollar ab, die das Unternehmen mit 23 Milliarden Dollar bewertet — vor dem geplanten Börsengang noch in diesem Jahr.
Drohnen-Streit und der Blick auf die Zahlen
Parallel dazu hat Prime Air, Amazons Drohnensparte, die Commercial Drone Alliance verlassen. In einem bislang unveröffentlichten Brief, der Reuters vorliegt, begründet die Einheit den Schritt damit, dass die Positionen des Verbands zu Sicherheitsfragen mit den eigenen Grundsätzen unvereinbar seien. Konkret geht es um die Ablehnung des Verbands gegen eine geplante FAA-Vorschrift, die Drohnen zu Kollisionsvermeidungssystemen verpflichten würde. Prime Air verweist auf über 70.000 Flüge, bei denen das eigene System zwei potenzielle Kollisionen mit bemannten Luftfahrzeugen verhindert habe.
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Der eigentliche Druck auf die Aktie kommt jedoch aus einer anderen Richtung. Amazon hat im laufenden Jahr rund sieben Prozent an Wert verloren und liegt damit deutlich hinter dem weitgehend stabilen S&P 500. Die Gründe: Marktanteilsverluste im Cloud-Geschäft, Zollbelastungen für das E-Commerce-Segment und Bedenken der Investoren über die schiere Höhe der KI-Ausgaben. Der freie Cashflow fiel im Zwölfmonatszeitraum von 38,2 Milliarden auf 11,2 Milliarden Dollar — hauptsächlich weil die Investitionsausgaben um 50,7 Milliarden Dollar stiegen.
Für 2026 plant Amazon Kapitalausgaben von rund 200 Milliarden Dollar. Das operative Ergebnis im vierten Quartal stieg zwar auf 25,0 Milliarden Dollar, nach 21,2 Milliarden im Vorjahr — doch die Investitionslast überlagert diesen Fortschritt in der Wahrnehmung vieler Marktteilnehmer.
Analysten bleiben optimistisch
Trotz der Kursschwäche stufen 92 Prozent der Analysten die Aktie als Kauf ein, mit einem Kursziel-Median von 285 Dollar. Die Begründung: Amazons Bewertung und die Erwartung, dass die massive Kapazitätserweiterung mittelfristig das Wachstum beschleunigt. Analysten rechnen zwischen 2025 und 2028 mit einem jährlichen Umsatzwachstum von 12,2 Prozent — was den Jahresumsatz über die Billionen-Dollar-Marke heben würde.
Ob und wann sich die milliardenschweren Investitionen in spürbaren Cashflow verwandeln, wird die zentrale Bewertungsfrage für Amazon im Jahr 2026 bleiben.
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