Amazon Aktie: 475 Millionen futsch
Amazon muss einen Investment-Verlust von 475 Millionen Dollar verkraften. Die Beteiligung an Saks Global ist nach der Insolvenz des Luxushändlers wertlos. Für den E-Commerce-Riesen ist das ein seltener strategischer Fehltritt – auch wenn der Schaden im Verhältnis zur Unternehmensgröße überschaubar bleibt.
Saks-Pleite vernichtet Millionen
Amazon hatte im Dezember 2024 rund 475 Millionen Dollar in Saks Global investiert, als der Luxushändler Neiman Marcus für 2,7 Milliarden Dollar übernahm. Ziel war ein gemeinsamer Online-Shop namens "Saks at Amazon". Dazu sollte Amazon über acht Jahre mindestens 900 Millionen Dollar an Überweisungsgebühren erhalten.
Daraus wird nichts. Amazons Anwälte erklärten in Gerichtsunterlagen, die Beteiligung sei "mutmaßlich wertlos". Saks habe "in weniger als einem Jahr Hunderte Millionen Dollar verbrannt" und seine Budgetvorgaben verfehlt. Amazon hat Widerspruch gegen das Insolvenzverfahren eingelegt und droht mit der Bestellung eines Treuhänders.
AWS wächst weiter stark
Während die Saks-Investition scheitert, läuft das Kerngeschäft rund. Die Cloud-Sparte AWS verzeichnete im dritten Quartal 2025 ein Plus von 20 Prozent – das höchste Wachstum seit fast drei Jahren. AWS-Chef kündigte kürzlich den Start einer europäischen Sovereign Cloud an.
Analysten bleiben optimistisch: Wolfe Research setzt ein Kursziel von 275 Dollar, Jefferies sogar 300 Dollar. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von 15 bis 25 Prozent.
Quartalszahlen im Februar
Am 5. Februar 2026 legt Amazon die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 1,97 Dollar – ein Anstieg von knapp sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. In den vergangenen vier Quartalen übertraf das Unternehmen jeweils die Prognosen.
Für das Gesamtjahr 2025 rechnet die Wall Street mit einem Gewinn von 7,17 Dollar je Aktie, ein Plus von fast 30 Prozent. 49 von 57 Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf, das durchschnittliche Kursziel liegt bei knapp 294 Dollar.
Eine Billion Dollar Umsatz in Sicht
Amazon steuert auf einen Meilenstein zu: Als erstes US-Unternehmen könnte der Konzern 2028 die Marke von einer Billion Dollar Jahresumsatz knacken. Bei aktuell rund 720 Milliarden Dollar Erlös und 14 Prozent Wachstum würde Amazon bereits in zwei Jahren Walmart (etwa 700 Milliarden Dollar) überholen.
Der Saks-Verlust wiegt gering: 475 Millionen Dollar entsprechen 0,02 Prozent der Marktkapitalisierung von 2,6 Billionen Dollar. Mit starkem AWS-Geschäft und über 70 Milliarden Dollar Werbeerlösen ist der Konzern breit aufgestellt genug, um einzelne Fehlschläge zu verkraften.
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