Die Alphabet-Aktie hat am 13. Januar 2026 Geschichte geschrieben: Die Marktkapitalisierung des Google-Mutterkonzerns durchbrach die Vier-Billionen-Dollar-Marke – und hielt sich auf diesem Niveau. Verantwortlich dafür ist vor allem ein strategischer Deal mit Apple, der Alphabets KI-Ambitionen massiv stärkt. Zeitgleich meldet RBC Capital eine deutliche Kurszielanhebung von 315 auf 375 Dollar bei unverändertem "Outperform"-Rating.

Die jüngsten Quartalszahlen zeigen robuste Fundamentaldaten: Analysten prognostizieren für das vierte Quartal ein Umsatzwachstum von über 15 Prozent. Besonders die Suchsparte profitiert von steigenden Anfragevolumen und stabilen Cost-per-Click-Kennzahlen – trotz wachsender Konkurrenz durch generative KI-Anwendungen. Die KI-gestützten "AI Overviews"-Anzeigen sind nun vollständig in die Plattformen integriert und zeigen stabile Conversion-Raten.

Gemini holt auf – aber wie schnell?

Doch die Konkurrenz schläft nicht. DeepMind-Chef Demis Hassabis räumte in einem CNBC-Podcast ein, dass chinesische KI-Modelle mittlerweile nur noch "Monate" hinter westlichen Entwicklungen zurückliegen. Die Fortschritte von DeepSeek und anderen chinesischen Anbietern sind deutlich – auch wenn Hassabis bezweifelt, dass echte Innovationen über Frontier-Modelle hinaus aus China kommen werden. Kann Alphabet diesen Vorsprung halten?

Parallel verstärkt Google seine Hardware-Offensive: Die Produktion von High-End-Pixel-Smartphones soll ab diesem Jahr in Vietnam starten. Bei Gmail kommen neue Gemini-KI-Funktionen zum Einsatz, die E-Mail-Gespräche zusammenfassen und natürliche Sprachanfragen ermöglichen.

Rechtliche Wolken am Horizont

Weniger erfreulich ist die juristische Front: Die Verlage Hachette Book Group und Cengage Group wollen einem kalifornischen Sammelklage-Verfahren beitreten. Sie werfen Google vor, "eine der umfangreichsten Urheberrechtsverletzungen der Geschichte" begangen zu haben, indem der Konzern urheberrechtlich geschützte Bücher und Lehrmaterialien ohne Genehmigung für das Training seiner KI-Systeme nutzte. Zehn konkrete Beispiele wurden bereits genannt, darunter Werke von Scott Turow und N.K. Jemisin. Die Verlage fordern nicht bezifferte Schadensersatzzahlungen.

Parallel laufen bereits Klagen von Künstlern wegen der KI-Bildgeneratoren. Die potenziellen Schadensersatzforderungen könnten durch den Beitritt der Verlage deutlich steigen. Anthropic zahlte im vergangenen Jahr 1,5 Milliarden Dollar, um einen ähnlichen Rechtsstreit beizulegen.

Insider-Verkäufe ohne Signal

Am 13. Januar verkaufte Director John L. Hennessy über einen Trust 508 Aktien der Klasse A für insgesamt 202.513 Dollar zu Preisen zwischen 335,13 und 339,75 Dollar. Nach der Transaktion hält der Trust noch 21.224 Aktien. Die SEC-Meldung weist zudem verschiedene Bestände an Class-C-Aktien aus. Die Verkäufe erfolgten planmäßig und stellen kein negatives Signal dar.

Energiehunger der Rechenzentren im Fokus

Ein indirektes Thema betrifft Alphabet dennoch: Am 15. Januar trafen sich US-Gouverneure im Weißen Haus, um über explodierende Stromkosten durch den Rechenzentren-Boom zu sprechen. Die Vereinbarung sieht zweijährige Preisobergrenzen für PJM-Auktionen vor – und verpflichtet große Betreiber wie Amazon und Google, einen größeren Anteil der Netzausbaukosten zu tragen. Der PJM-Netzverbund versorgt 67 Millionen Menschen im mittleren Atlantikraum. Senator Chris Van Hollen legte zeitgleich den "Power for the People Act" vor, um Bürger vor steigenden Energiekosten zu schützen.

Alphabet steht damit vor einem Spagat: Einerseits beflügelt der Apple-Deal die Bewertung, andererseits könnten Urheberrechtsklagen und steigende Infrastrukturkosten die Margen belasten. Die vier Billionen Dollar Marktkapitalisierung sind erreicht – ob sie sich dauerhaft halten lassen, hängt davon ab, wie Gemini sich gegen die globale Konkurrenz durchsetzt.

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